Wandern

Via Alpina

Schwierigkeitsgrad:

Grado EE = escursionisti esperti

Länge:

51 km

Stunden:

21:30

Ein internationaler Wanderweg durch acht Länder des Alpenraums von Triest bis Monaco, die sich in 340 Etappen über 5000 km entwickelt hat. Vier sind die Etappen, die das Trentino durchqueren, insbesondere das Fassatal, in Anwesenheit der majestätischen Dolomiten Massive der Sella, der Marmolata und des Rosengartens. Die nachfolgend beschriebenen Etappen betreffen die Richtung Triest-München, sie können aber auch in umgekehrter Richtung folgen.

Die Etappe

 

Etappe B22: Pordoijoch – Contrin Hütte

Mit 17 km eine zwar lange aber ansonsten einfache Etappe, die zum Teil auf dem historischen Handelsweg nach Venetien entlangführt. Zunächst ab Pordoijoch den Weg mit der Markierung Nr. 601 bzw. Höhenweg Nr. 2 in Richtung Fredarola Hütte und von dort über den „Bindelweg“ zur Schutzhütte Viel dal Pan. Das Marmolata-Massiv gegenüberliegend, wandert man weiter bis zum Verbindungsweg zum „Porta Vescovo“, wo man allerdings rechts abbiegt um zum Fedaia-See und weiter zur Castiglioni Hütte zu gelangen (Markierung 601). Ab dort über Weg Nr. 605 zur Col Ciampiè Hütte und zum Hotel Viletta Maria. Ein kleines Stück die asphaltierte Straße entlang und dann links bergab auf einem breiten Schotterweg durch Wald und über Weiden. Dieser quert einige Male die Staatsstraße bis der Weg mit der Markierung 602A erreicht ist, der dann hinauf in das Contrin Tal und zur Contrin Hütte führt.

Variante: von der Schutzhütte Marmolada „E. Castiglioni” folgt man der Stauwerkstrasse dann steigt man bis zur Schutzhütte Cima Undici auf. Gegenüber der Hütte wird der Weg 606 eingeschlagen, der bis zur Schutzhütte Pian dei Fiacconi führt (als Alternative kann man auch die Seilbahn wählen). Von hier, geht man westlich stets auf dem Weg 606 in Richtung des Gran Vernel weiter. Auf der Höhe der Taleinsenkung angekommen, die zur Forcella Marmolada hinaufführt, steigt man links auf einer Gletscherzunge bis zur Scharte hoch. Auf dem Südhang geht man bergab, nämlich zuerst auf einem abgesicherten Wegstück und dann auf dem Geröllfeld bis man den Weg Nr 610 einschlägt. Man folgt diesem in Richtung Westen und steigt zur Schutzhütte Contrin ab.

Strecke: 17 km
Gehzeit: 7 h
Höhenmeter Aufstieg: 720
Höhenmeter Abstieg: 930
Schwierigkeit: mittel
Sehenswürdigkeiten: Museum des 1. Weltkriegs, La Sia (ein altes venezianisches Sägewerk in Penia)

 

Etappe B23: Contrin Hütte – Fontanazzo

Der Weg mit der Markierung 648 führt von der Contrin Hütte bergan zum San Nicolò Pass und zur gleichnamigen Schutzhütte. Ab hier über Weg 613 in nordwestlicher Richtung, über den Grat des Varos und Abstieg auf einen Grassattel. Der östlichen Felswand der „Croda Neigra“ folgend gelangt man über die „Forcia Neigra“ bergab in die Talmulde von Ciampac und zur Schutzhütte Tobià del Giagher. Über den gegenüberliegenden Hang (Weg Nr. 645) bergauf bis zum Pian de Siele und weiter in das Val de Crepa, in Richtung Tal. Vorbei an wunderschönen Almhütten erlangt man bald schon das kleine Dorf Fontanazzo, eine Fraktion der Urlaubsgemeinde Mazzin.

Variante: vom Grassattel, vor der Croda Neigra, steigt man geradeaus auf, dem Wegweiser 613b folgend. Der Südhang vom Sas de Rocia wird auf einem abgesicherten Pfad, „Lino Pederiva“ genannt, überquert, der neuerlich beim Sella Brunech in den Weg 613 einmündet. Von hier folgt man in Richtung Crepa Neigra dem nicht nummerierten Weg, der auf dem grasbewachsenen Bergkamm bis zum Pian de Siele führt.

Strecke: 14 km
Gehzeit: 6 h
Höhenmeter Aufstieg: 740
Höhenmeter Abstieg: 1.360
Schwierigkeit: mittel
Sehenswürdigkeiten: Campitello di Fassa, Ladiner Volkskundemuseum von Fassa, Molin de Pèzol in Pera di Fassa, Pfarrkirche S. Giovanni, Mineralogiemuseum „Monzoni“

 

Etappe B24: Fontanazzo – Antermoia Hütte

Ab Fontanazza über den Saumpfad, markiert mit der Nr. 577 in teilweise sehr steilen Abschnitten zur Taleinmündung des Val di Dona. Vorbei an einzelnen Almhütten mündet der Pfad in den Weg mit der Nummer 580, der von Mazzin durch das Val Udai bergan führt, über die Camerloi-Wiesen, bis zum Talschluss und weiter zum Dona Pass. Die Antermoia Hütte hat man von hier aus bereits im Blick. Über ein teilweise grasbewachsenes Geröfflfeld ist sie in etwa 20 Gehminuten auch schon erreicht.

Strecke: 9 km
Gehzeit: 4 h
Höhenmeter Aufstieg: 1.150
Höhenmeter Abstieg: 40
Schwierigkeit: mittel
Sehenswürdigkeiten: Antermoia-See

 

Etappe B25: Antermoia Hütte – Schlernhaus

Entlang dieser Etappe erreicht man zunächst über den Weg Nr 584 den Antermoia See mit seinem wunderbaren Farbenspiel. Seiner linken Uferseite folgend führt der Pfad bald schon bergan, hinauf zum Antermoia Pass. Über die Geröllfelder am Fuße des Kesskogels geht es weiter zum Grasleitenpass und zur gleichnamigen Hütte. Hier, am Ende des Val del Vaiolett, überschreitet man die Provinzgrenze zwischen Trient und Bozen und wandert in den Grasleitenkessel ab um von dort aus dann über eine enge Schlucht bergauf zum Molignonpass zu gelangen. Über einen, stellenweise mit Drahtseil gesicherten Steig, erreicht man nach kurzer Zeit die Tierser-Alpl-Hütte und erreicht dann, über den Weg Nr. 3 in nordöstlicher Richtung die ausgedehnte Hochfläche des Schlernmassivs. Nach weiteren, etwa 1,5 h Gehzeit, ist auch dieses letzte Etappenziel, das Schlernhaus auf 2.450 m Meereshöhe erreicht.

Variante: Auch wenn der gleichnamige Klettersteig überwiegend in entgegengesetzter Richtung begangen wird, kann man dennoch den Aufstieg zum Kesselkogel auf dem gleichnamigen östlichen und den Abstieg auf dem westlichen Klettersteig (Wegweiser 585) machen. Kurz vor dem Antermoiapaß beginnt der abgesicherte Teil, der in Richtung Gipfel führt, und zwar über zahlreiche Felsbänder und Rinnen. Um zum Gipfel zu kommen, folgt man dem Bergkamm in nördlicher Richtung. Beim Abstieg wird der Bergkamm hingegen in südlicher Richtung begangen, dann auf anderen Feldbändern und durch die Rinnen des Südhangs steigt man, hinunter bis zum Grasleitenpaß, ab.

Strecke: 11 km
Gehzeit: 5 h
Höhenmeter Aufstieg: 820
Höhenmeter Abstieg: 860
Schwierigkeit: schwer

N.B. Bevor Sie den Wanderweg übernehmen, sollten Sie sich über das Wetter erkundigen und die Öffnung der Unterkünfte und deren Verfügbarkeit überprüfen.