Der Cammino delle Dolomiti ist ein großer Rundweg von über 500 km, der die gesamte Provinz Belluno durchquert und Täler, historische Dörfer, Heiligtümer und Dolomitenlandschaften von außergewöhnlicher Schönheit verbindet. Die Etappen sind in sechs Gebiete unterteilt: Feltrino, Agordino, Ampezzo, Cadore–Comelico, Alpago und Valbelluna. Jeder Abschnitt bietet ein anderes Erlebnis zwischen Natur, Spiritualität und alpiner Kultur.
FELTRINO – Etappen 1–6
1. Santuario SS. Vittore e Corona – Facen
Ein symbolischer Beginn am wichtigsten Heiligtum des Feltrino. Der Weg steigt sanft durch Wälder und Wiesen an, mit mäßigem Höhenunterschied und weitem Blick über das Tal. Ideal als Einführungsetappe.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: 300 m – Zeit: ca. 4 h.
2. Facen – Cima Loreto
Eine anspruchsvollere Etappe mit einem langen Anstieg zur Cima Loreto. Die Umgebung wird alpiner und der Blick öffnet sich auf die Feltriner Dolomiten.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +1000 / –500 m – Zeit: 5–6 h.
3. Cima Loreto – Croce d’Aune
Ein panoramareicher Abschnitt mit wechselnden An- und Abstiegen, der am berühmten Pass Croce d’Aune endet, einem Symbolort des Radsports.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +900 / –600 m – Zeit: 6–7 h.
4. Croce d’Aune – Arson
Ein stetiger Abstieg zum Dorf Arson, durch Wälder und Lichtungen. Eine ruhigere Etappe, ideal nach den vorherigen Anstrengungen.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: 600 m (überwiegend Abstieg) – Zeit: 6 h.
5. Arson – Col Cumano
Ein sanfter und gleichmäßiger Abschnitt, perfekt, um in die Ruhe der voralpinen Wälder einzutauchen.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: 300 m – Zeit: 6 h.
6. Col Cumano – Sospirolo
Eine kurze und angenehme Etappe mit leichten An- und Abstiegen, die zum Eingang des Nationalparks Dolomiti Bellunesi führt.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +300 / –200 m – Zeit: 3–4 h.
AGORDINO – Etappen 7–11
7. Sospirolo – Val Imperina
Eine lange und anspruchsvolle Etappe durch tiefe Wälder, die in das historische Bergbaugebiet der Val Imperina führt, dem Herzen des Agordino.
Schwierigkeit: EE – Länge: ca. 21 km – Zeit: 8–9 h.
8. Val Imperina – Col di Prà
Ein sanfterer Abschnitt, der das Biois‑Tal hinaufführt, zwischen traditionellen Höfen, Wiesen und alten Weilern. Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: 350 m – Zeit: 5–6 h.
9. Col di Prà – Canale d’Agordo
Eine intensive Etappe mit bedeutendem Höhengewinn, die nach Canale d’Agordo führt, dem Geburtsort von Papst Johannes Paul I. Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +1000 / –800 m – Zeit: 8 h.
10. Canale d’Agordo – Alleghe
Ein panoramareicher Weg, der zum Alleghe‑See am Fuß des Monte Civetta führt.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +500 / –400 m – Zeit: 5–6 h.
11. Alleghe – Livinallongo
Eine lange und anspruchsvolle Etappe, die zu den Almen und Hängen des Col di Lana hinaufführt. Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +1100 / –600 m – Zeit: 8 h.
AMPEZZO – Etappen 12–15
12. Livinallongo – Passo Falzarego
Ein gleichmäßiger Anstieg zu einem der berühmtesten Dolomitenpässe. Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +700 / –150 m – Zeit: 4 h.
13. Passo Falzarego – Fiames
Ein langer Abstieg in die Ampezzaner Senke, mit spektakulären Ausblicken auf die Tofane.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: –1000 m – Zeit: 7 h.
14. Fiames – Son Forcia
Eine Mittelgebirgsetappe, eingebettet in die Wälder und die Stille des Ampezzaner Gebiets.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: 1000 m – Zeit: 5 h.
15. Son Forcia – Misurina
Ein sanfterer Abschnitt, der zum berühmten Misurina‑See führt, einem der ikonischsten Orte der Dolomiten. Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: 400 m – Zeit: 5 h.
CADORE–COMELICO – Etappen 16–20
16. Misurina – Auronzo
Eine panoramareiche Etappe, die nach Auronzo di Cadore absteigt, mit Blick auf die Drei Zinnen. Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +400 / –1200 m – Zeit: 7 h.
17. Auronzo – Candide
Ein anspruchsvoller Abschnitt, der in Richtung Comelico ansteigt, durch Wälder und alte Weiler.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +900 / –500 m – Zeit: 7 h.
18. Candide – Val Visdende
Eine Etappe in der unberührten Natur der Val Visdende, bekannt als „Tal der Heiligen“. Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: 500 m – Zeit: 7 h.
19. Val Visdende – Sappada
Ein Mittelgebirgsweg, der zur Grenze nach Friaul führt, in das ladinische Dorf Sappada.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +500 / –600 m – Zeit: 6–7 h.
20. Sappada – Cima Campigotto Eine der schwierigsten Etappen des gesamten Weges, mit über 1100 m Aufstieg. Schwierigkeit: EE – Höhenunterschied: +1150 / –500 m – Zeit: 8–9 h.
CADORE – Etappen 21–25
21. Cima Campigotto – Vigo di Cadore
Ein langer Abstieg zu den Dörfern des Cadore.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +400 / –1200 m – Zeit: 6 h.
22. Vigo di Cadore – Lorenzago
Eine kurze und einfache Etappe, jedoch mit spärlicher Beschilderung. Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +100 / –200 m – Zeit: 1,5 h.
23. Lorenzago – Pieve di Cadore
Ein welliger Weg zwischen 700 und 1000 m Höhe, eingebettet in Wälder. Schwierigkeit: E – Zeit: 6 h.
24. Pieve di Cadore – Perarolo
Ein stetiger Abstieg ins Tal.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: –400 m – Zeit: 4–5 h.
25. Perarolo – Longarone
Eine ruhige Etappe, die nach Longarone führt, einem Ort, der durch die Vajont‑Katastrophe geprägt ist.
Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: +200 m – Zeit: 6 h.
ALPAGO – Etappen 26–27
26. Longarone – Farra d’Alpago
Eine einfache und entspannte Etappe mit minimalen Höhenunterschieden. Schwierigkeit: E – Zeit: 6 h.
27. Farra d’Alpago – Nevegal
Ein anspruchsvoller Anstieg zum Nevegal‑Plateau. Schwierigkeit: EE – Höhenunterschied: +1100 / –500 m – Zeit: 6–7 h.
VALBELLUNA – Etappen 28–30
28. Nevegal – Belluno
Ein panoramareicher Abstieg zur Provinzhauptstadt. Schwierigkeit: E – Höhenunterschied: –700 m – Zeit: 3–4 h.
29. Belluno – Trichiana
Eine lange Taletappe durch ländliche Gebiete und kleine Dörfer. Schwierigkeit: E – Länge: ca. 25 km – Zeit: 8–9 h.
30. Trichiana – San Vittore
Die letzte Etappe des Rundwegs, die durch ländliche Landschaften und historische Wege zum Ausgangspunkt zurückführt. Schwierigkeit: E – Länge: ca. 22 km – Zeit: 8–9 h.