Der Crespeina‑See (Lech de Crespëina) liegt im Herzen des Crespeina‑Plateaus, dem westlichen Teil des weitläufigen Gardenaccia‑Plateaus, einer mondähnlichen Landschaft, die vom Dolomitenkarst geformt wurde. Das Gebiet wird von der berühmten Alta Via 2 durchquert, einem der bekanntesten Weitwanderwege der Dolomiten, und ist mit alten ladinischen Legenden verbunden, die von Geistern und geheimnisvollen Gestalten in diesen Felsen erzählen.
Vom Grödnerjoch zum Crespeina‑See
Gehzeit: 1 Std. 40 Min. – Schwierigkeit: E
Vom Grödnerjoch folgt man der Schotterstraße, die zur Bergstation der Dantercëpies‑Kabinenbahn hinaufführt. Nach einigen Kehren verlässt man die Piste und nimmt den Weg Nr. 2, der zur kleinen Baita Clark führt.
Der Pfad quert ein breites Schuttfeld und steigt allmählich zum Cir‑Joch an, einem Aussichtspunkt mit Blick auf das wilde Chedul‑Tal und den Mont de Sëura. Von hier geht es rechts weiter in Richtung Crespeina‑Joch.
Hinter dem Joch betritt man den Naturpark Puez‑Geisler, ein geschütztes Gebiet von außergewöhnlicher Schönheit. Nach wenigen Minuten erreicht man den Crespeina‑See, der in einer felsigen Mulde liegt und die umliegenden Gipfel widerspiegelt.
Vom Crespeina‑See zum Puez‑Joch
Gehzeit: 1 Std. 10 Min. – Schwierigkeit: E
Man folgt weiterhin dem Weg Nr. 2, der das Plateau in östlicher Richtung durchquert. Die Route führt nahe an der Ciampëi‑Scharte vorbei und bietet eindrucksvolle Ausblicke auf die Felsformationen des Puez.
Dem Weg folgend erreicht man schließlich das Puez‑Joch, einen wichtigen Knotenpunkt für Wanderer, die zur Puez‑Hütte möchten, das Plateau erkunden oder über die südliche Abzweigung nach Kolfuschg absteigen.