Die Route folgt größtenteils dem 16‑km‑Mittelweg, erweitert ihn jedoch um einen einzigartigen Abschnitt: die vollständige Überquerung des Bergsturzes vom Monte Toc, einer wilden Landschaft, die noch immer von der Tragödie von 1963 gezeichnet ist. Nach dem Übergang über die Staumauer erreicht man den oberen Rand des gewaltigen Rutschkörpers, von dem sich ein beeindruckender Blick über das Tal und die vom Unglück hinterlassenen Narben öffnet.
Überquerung des Bergsturzes bis nach Le Spesse
Von der Staumauer führt der Weg weiter über den gesamten Bergsturz. Das Gelände ist uneben, felsig und eindrucksvoll, mit aufgetürmten Blöcken, instabilen Hängen und Aussichtspunkten, die die Wucht des Ereignisses spürbar machen. Der Pfad führt schließlich nach Le Spesse, dem natürlichen Austrittspunkt aus dem Rutschgebiet.
Ankunft in Erto und Aufstieg zum Troi dal Sciarbon
Von Le Spesse gelangt man in das historische Zentrum von Erto, einem Dorf, das seine ursprüngliche Struktur mit Steinhäusern, engen Gassen und einer zeitlosen Atmosphäre bewahrt hat. Nach dem Durchqueren des Ortes steigt der Weg allmählich zum Troi dal Sciarbon an, dem alten Kohlenbrennersteig, der einst Erto und Casso verband. Dieser Abschnitt gehört zu den eindrucksvollsten der gesamten Route: ein natürlicher Balkon über dem Tal, eingebettet in Wälder, Trockenmauern und weite Ausblicke.
Ankunft in Casso und Rückkehr zum Mittelweg
In Casso, dem Dorf mit direktem Blick auf die Staumauer, schließt sich die Route wieder dem Verlauf des Mittelwegs an und bildet eine Rundtour, die Natur, Erinnerung und Landschaft miteinander verbindet. Von hier aus eröffnet sich ein umfassender Blick über das Vajont‑Gebiet, der die historische und menschliche Bedeutung der durchwanderten Orte deutlich macht.