Der Weg zum Rifugio Mulàz „Giuseppe Volpi“, das in der Nähe des Passo del Mulàz im nördlichen Teil der Pale di San Martino liegt, gehört zu den eindrucksvollsten und panoramareichsten Trekkingtouren des gesamten Val Venegia. Vom grünen Talboden steigt der Pfad über grasige Hänge, Felsstufen und Geröllfelder an und bietet ein stetig wachsendes Panorama auf die Dolomitengipfel. Die Route folgt dem Sentiero Quinto Scalet, der dem gleichnamigen Bergführer gewidmet ist.
Start: Pian dei Casoni
Die Wanderung beginnt auf dem großen Parkplatz von Pian dei Casoni, dem Eingangstor zum Val Venegia. Der Weg startet links der Schotterstraße, die Malga Venegiota mit dem Campigol della Vezzana verbindet. Nach wenigen Minuten erreicht man die kleine Hütte der Materialseilbahn des Rifugio, wo sich die Abzweigung mit Weg Nr. 749 befindet, der zum Passo di Valles führt.
Hier biegt man rechts ab und beginnt den Aufstieg durch einen lichten Lärchenwald, der zur Basis der Mulàz‑Wände führt.
Zu den Wänden des Mulàz
Nach dem Passieren der Abzweigung mit Weg Nr. 710A aus Richtung Baita Segantini öffnet sich der Blick zunehmend auf das darunterliegende Tal, das von einem breiten Schuttstrom geprägt ist, der zu den Wiesen der Venegia hinabführt.
Der Pfad steigt weiter über lange grasige Hänge an, wobei einige Abschnitte durch in den Fels gehauene Stufen und Drahtseile erleichtert werden, die in den steileren Passagen hilfreich sind.
Die steinige Mulde und der Schlussanstieg zum Passo del Mulàz
Am Rand einer steinigen Mulde angekommen, schlägt der Weg scharf nach Norden ein und steigt zunächst über eine breite grasige Schulter, dann über Felsstufen, Geröll und Blöcke an. Der Anstieg ist anspruchsvoll, aber stets gut markiert und führt zum panoramareichen Passo del Mulàz, eingerahmt von mächtigen Dolomitenwänden.
Ankunft am Rifugio Mulàz „Giuseppe Volpi“
Vom Pass quert der Weg in gleichbleibender Höhe und fällt dann leicht ab zum nahegelegenen Rifugio Mulàz „Giuseppe Volpi“, einer der stimmungsvollsten Hütten der Pale di San Martino. Der Blick öffnet sich auf eine eindrucksvolle Landschaft voller Zacken, Grate und steiler Felswände.