Eine legendäre Strecke, die Geschichte, Natur und Adrenalin vereint. Die 100 Km dei Forti gehört zu den bekanntesten MTB‑Routen im Trentino: ein epischer Rundkurs durch Festungen der k.u.k. Monarchie, Hochweiden, Wald‑Singletrails und schnelle Abfahrten mit Blick auf das Etschtal.
Der Weg gliedert sich in vier Bereiche, jeder mit eigenem Charakter und technischen Besonderheiten.
1) Valico della Valbona – Gleichmäßige Anstiege und weite Ausblicke
Die Tour startet am Passo Sommo (1336 m) auf der alten Militärstraße, die sanft entlang des Sommo‑Kamms ansteigt. Der Untergrund ist gut fahrbar und ideal, um den Rhythmus zu finden, bis man das Rifugio Stella d’Italia und das Forte Sommo Alto (1579 m) erreicht.
Eine kurze Abfahrt führt zum Passo Coe (1614 m) und weiter ins ruhige Campiluzzi‑Tal. Zwischen den Campoluzzo‑Almen wechseln schnelle Schotterpassagen mit technischeren Abschnitten, bevor man durch einen historischen Tunnel (1275 m) zum Rifugio Rumor gelangt.
Für Biker: kompakter Schotter, Wiesenwege, mittlere Schwierigkeit, idealer Auftakt.
2) Richtung Slaghenaufi – Grate, Wälder und Kriegsgeschichte
Vom Rifugio Rumor folgt der Weg dem Kamm mit ständigen Auf und Abs und herrlichen Blicken ins Val della Lanze. Weiter geht es zur Fiorentini‑Straße und hinauf zur Malga Seconde Poste (1437 m).
Ein schmalerer, spielerischer Trail führt zu den ehemaligen Almen Grimmen und Clama, bevor der Astico‑Bach überquert wird. Ein kurzer, steiler Anstieg bringt nach Tezzeli und San Bastiano, anschließend erreicht man Slaghenaufi (1245 m), reich an Zeugnissen des Ersten Weltkriegs.
Für Biker: Singletrail, gemischter Untergrund, mittel‑hohe Schwierigkeit, landschaftlich und historisch eindrucksvoll.
3) Vezzena – Luserna – Hochgebirgsschotter und Festungen
Nach dem Soldatenfriedhof folgt man der Straße nach Spiazzo Alto und taucht in den dichten Wald der Seghetta (1225 m) ein. Ein gleichmäßiger Anstieg führt zur Casa del Guardaboschi (1336 m) und zum panoramareichen Passo Vezzena (1414 m).
Eine breite Schotterstraße führt zur Busa del Biseletto und den Bisele‑Almen, bevor der steile Abschnitt der Val Morta beginnt – einer der anspruchsvollsten Teile der Tour. Oben angekommen wartet das beeindruckende Forte Campo Luserna (1515 m).
Die Abfahrt zur Malga Laghetto (1195 m) ist schnell und flüssig.
Für Biker: breite Schotterwege, steile Anstiege, schnelle Abfahrten, hohe Schwierigkeit.
4) Folgaria – Lavarone – Seen, Festungen und Flow im Wald
Von der Kapelle von Lavarone geht es Richtung Gionghi und Bertoldi, dann über die Forststraße nach Monterovere. Ein kurzes Asphaltstück führt zum Abzweig der Malga Laghetto, wo der Anstieg zum Forte Gschwent – Belvedere (1180 m) beginnt.
Der Weg führt weiter zu den Masi di Sotto und entlang des malerischen Lago di Lavarone, bevor man Carbonare di Folgaria (1074 m) erreicht.
Für Biker: flüssige Forstwege, Panoramastrecken, mittlere Schwierigkeit.
5) Hochplateau von Folgaria – Das große Finale
Von Carbonare steigt die Route zu Malga Clama und Malga Seconde Poste, dann steiler zu Malga Prima Posta (1425 m) und zum Forte Cherle (1444 m).
Weiter geht es zum Forte Sommo Alto und über die alte Militärstraße zum Forte Dosso delle Somme (1667 m), dem höchsten Punkt der gesamten 100 Km dei Forti.
Die lange Abfahrt führt über Roccolo, Serrada und die Wälder nach Francolini, mit einem unterhaltsamen Singletrail. Der letzte Abschnitt führt Richtung Folgaria und schließlich zum Passo Sommo, wo sich der Kreis schließt.
Die finale Abfahrt bringt zurück nach Carbonare, vorbei an kleinen Bergdörfern.