Via Alpina

Ein internationaler Weitwanderweg, der acht Alpenländer von Triest bis Monaco verbindet und sich über mehr als 5.000 km in 340 Etappen erstreckt. Vier dieser Etappen führen durch das Trentino, genauer gesagt durch das Fassatal, im Angesicht der majestätischen Dolomitenmassive von Sella, Marmolata und Rosengarten. Die nachfolgend beschriebenen Etappen folgen der Richtung Triest–München, können jedoch ebenso gut in umgekehrter Richtung begangen werden.

Etappe B22: Pordoijoch – Rifugio Contrin

Mit 16 km ist dies eine lange, aber technisch einfache Etappe, die teilweise dem historischen Handelsweg nach Venetien folgt. Vom Pordoijoch nimmt man den Weg Nr. 601 bzw. die Dolomiten-Höhenroute Nr. 2 in Richtung Rifugio Fredarola und wandert anschließend über den Viel‑dal‑Pan‑Weg zur gleichnamigen Schutzhütte. Mit Blick auf die Marmolata geht es weiter bis zum Verbindungsweg nach Porta Vescovo, wo man rechts abbiegt und zum Fedaia‑See sowie zur Rifugio Castiglioni gelangt (Markierung 601).

Von dort folgt man dem Weg Nr. 605 zur Rifugio Col Ciampiè und zum Hotel Viletta Maria. Nach einem kurzen Stück auf Asphalt biegt man links ab und steigt auf einem breiten Schotterweg durch Wälder und Weiden ab, der mehrmals die Staatsstraße kreuzt. Schließlich erreicht man den Weg Nr. 602A, der in das Contrin‑Tal und zur Rifugio Contrin hinaufführt.

Variante: Von der Rifugio Marmolada “E. Castiglioni” folgt man der Staumauerstraße bis zur Rifugio Cima Undici. Gegenüber beginnt der Weg Nr. 606, der zur Rifugio Pian dei Fiacconi führt (alternativ per Seilbahn). Weiter westwärts gelangt man Richtung Gran Vernel und steigt über eine Schneezunge zur Forcella Marmolada auf. Der Abstieg erfolgt über ein kurzes gesichertes Stück und anschließend über Geröllfelder, bis man zur Rifugio Contrin gelangt.

  • Strecke: 16 km
  • Gehzeit: 6 h
  • Aufstieg: 720 m
  • Abstieg: 930 m
  • Schwierigkeit: mittel

Sehenswürdigkeiten: Museum des Ersten Weltkriegs, La Sia (historische venezianische Säge in Penia)

Etappe B23: Rifugio Contrin – Fontanazzo

Der Weg Nr. 648 führt von der Rifugio Contrin hinauf zum San‑Nicolò‑Pass und zur gleichnamigen Hütte. Von dort folgt man dem Weg Nr. 613 nordwestwärts über die Felsen des Varos und steigt zu einem grasigen Sattel ab. Entlang der östlichen Felswand der Croda Neigra geht es über die Forcia Neigra hinunter in die Mulde von Ciampac und zur Rifugio Tobià del Giagher.

Auf der gegenüberliegenden Talseite steigt man über Weg Nr. 645 zum Pian de Siele und weiter in das Val de Crepa. Nach dem Passieren mehrerer Almhütten erreicht man das kleine Dorf Fontanazzo, eine Fraktion der Gemeinde Mazzin.

Variante: Vom Sattel vor der Croda Neigra folgt man geradeaus dem Wegweiser 613b. Der südliche Hang des Sas de Rocia wird über den gesicherten Lino‑Pederiva‑Steig gequert, der bei Sella Brunech wieder in den Weg 613 einmündet. Von dort führt ein unmarkierter Pfad über den grasigen Kamm Richtung Crepa Neigra bis zum Pian de Siele.

  • Strecke: 15 km
  • Gehzeit: 6 h
  • Aufstieg: 740 m
  • Abstieg: 1.360 m
  • Schwierigkeit: mittel

Sehenswürdigkeiten: Campitello di Fassa, Ladinisches Museum, Pfarrkirche S. Giovanni, Mineralogiemuseum Monzoni, Molin de Pèzol

Etappe B24: Fontanazzo – Rifugio Antermoia

Von Fontanazzo folgt man dem Saumpfad Nr. 577, der stellenweise sehr steil zur Mündung des Val di Dona ansteigt. Nach einigen Almhütten mündet der Weg in die Route Nr. 580, die von Mazzin durch das Val Udai über die Camerloi‑Wiesen bis zum Talschluss und weiter zum Dona‑Pass führt. Von dort sind es etwa 20 Minuten bis zur Rifugio Antermoia.

  • Strecke: 9 km
  • Gehzeit: 4 h
  • Aufstieg: 1.150 m
  • Abstieg: 40 m
  • Schwierigkeit: mittel
  • Sehenswürdigkeiten: Antermoia‑See

Etappe B25: Rifugio Antermoia – Schlernhaus

Über den Weg Nr. 584 erreicht man den Antermoia‑See mit seinem eindrucksvollen Farbspiel. Am linken Ufer entlang steigt der Pfad rasch zum Antermoia‑Pass an. Weiter geht es über die Geröllfelder am Fuß des Catinaccio d’Antermoia zum Grasleitenpass und zur gleichnamigen Hütte. Am Ende des Val di Vajolet überschreitet man die Provinzgrenze zwischen Trient und Bozen und steigt in den Grasleitenkessel ab. Anschließend führt ein enger Durchgang hinauf zum Molignon‑Pass.

Ein teilweise mit Drahtseil gesicherter Steig führt zur Tierser‑Alpl‑Hütte. Von dort wandert man auf Weg Nr. 3 nordostwärts über die weite Hochfläche des Schlernmassivs. Nach etwa 1,5 Stunden erreicht man das Schlernhaus auf 2.450 m.

Variante: Obwohl meist in Gegenrichtung begangen, kann man den Kesselkogel über die gleichnamige Ost‑Klettersteigroute besteigen und über die Westseite (Weg 585) absteigen. Der gesicherte Abschnitt beginnt kurz vor dem Antermoia‑Pass und führt über ausgesetzte Bänder und Rinnen zum Gipfel. Der Abstieg erfolgt über dieselbe Gratschneide und anschließend über die Felsbänder des Südhanges zurück zum Grasleitenpass.

  • Strecke: 11 km
  • Gehzeit: 5 h
  • Aufstieg: 820 m
  • Abstieg: 860 m
  • Schwierigkeit: schwer

Hinweis

Bevor Sie die Tour beginnen, sollten Sie den Wetterbericht prüfen und sicherstellen, dass die Hütten geöffnet sind und Übernachtungsmöglichkeiten verfügbar sind.

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Hotel Fassatal und umgebung

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