Schloss Buchenstein

Das Schloss Buchenstein erhebt sich knapp unterhalb des Falzarego-Passes in Livinallongo del Col di Lana, in strategischer Lage zur Kontrolle der Verkehrswege, die bereits im Mittelalter die Gebiete von Belluno und später jene der Republik Venedig mit den nördlich von Caprile gelegenen Besitzungen des Bischofs von Brixen verbanden. Mit anderen Festungen vernetzt, war Schloss Buchenstein Teil eines organisierten Systems zur Überwachung des Verkehrs zwischen dem Agordino und dem Pustertal. Heute beherbergt es das Museum Schloss Buchenstein.

Die Geschichte von Schloss Buchenstein

Schloss Buchenstein wurde aus lokalem Gestein auf einem gigantischen Felssporn errichtet, der sich während der Eiszeit von der Dolomitengruppe des Settsass gelöst hatte. Diese besonderen geologischen Merkmale verleihen der Festung eine außergewöhnliche Harmonie mit der umliegenden Natur.

Vom 11. bis zum 15. Jahrhundert stand die Burg unter der Kontrolle von Vasallen der Bischofsgrafen. Nach 1416 wurde sie direkt vom Bistum übernommen und entwickelte sich zu einem bedeutenden militärischen Bollwerk. Von 1454 bis 1460 fand Kardinal Nikolaus von Kues (Nicolò Cusano), Philosoph der „Konvergenz der Gegensätze“, hier Zuflucht.

Da sich die Burg in der Nähe eines rohstoffreichen Gebiets befand – insbesondere reich an Holz und Mineralien –, verlor sie nach der Einstellung des Bergbaus im Jahr 1753 und mit der Säkularisierung der kirchlichen Fürstentümer zunehmend an Bedeutung.

1802 fiel sie an Bayern, und 1808 wurde Schloss Buchenstein an einen Privatmann verkauft, der es zur Gewinnung von Baumaterial nutzte. Der Verfall setzte sich mit der Entfernung der Einrichtung und der Demontage des Daches zur Brennholzgewinnung fort.

Während des Ersten Weltkriegs wurde die Burg von österreichischen Truppen bombardiert, da sie als Lager für italienische Soldaten diente. Nach dem Krieg wurde sie als Steinbruch für den Wiederaufbau des nahegelegenen Dorfes Castello genutzt.

Seit 1985 ist Schloss Buchenstein Eigentum der Region Venetien, die eine umfassende Restaurierung eingeleitet hat, um die Reste der ursprünglichen Struktur zu erhalten und aufzuwerten.

Das Museum von Schloss Buchenstein

Das Museum Schloss Buchenstein wurde im Juni 2012 eröffnet. Es wurde geschaffen, um die Geschichte der Burg und des umliegenden Dolomitengebiets zu vermitteln. Das Museum veranschaulicht die historischen Ereignisse von Andraz und die Veränderungen, die die Burg im Laufe der Jahrhunderte durch Brände und Bombardierungen erfahren hat. Ein eigener Bereich ist Kardinal Nikolaus von Kues gewidmet, der hier – wie oben beschrieben – von 1454 bis 1460 lebte. Zudem finden sich schriftliche und visuelle Zeugnisse der Eisenverarbeitung sowie archäologische Funde aus dem Inneren der Festung.

Eintrittspreise Schloss Andraz
Vollpreis: € 7,00
Ermäßigt € 4,00: für Jugendliche von 7–19 Jahren und Studierende (mit gültigem Studentenausweis), Gruppen ohne Führung*
Ermäßigt € 6,00: für Besucher über 65
Ermäßigt Schulklassen € 3,00: für Klassen aller Schulstufen (Hinweis: Ticket gilt nur für den Eintritt, ohne Führung und Workshops)
Freier Eintritt: Berechtigte und ihre Begleitpersonen, Kinder bis 5,99 Jahre
Audioguide-Verleih: € 1,00
*+ € 2,00 Führung. Zuschlag gilt nur für Vollpreis- und Ü65-Ticket; Gruppentarif variiert je nach Teilnehmerzahl
Unterstützergebühr: + € 5,00 auf das Eintrittsticket; beinhaltet kostenlos den Andraz Museum Guide
Familienkarte: - € 2,00 auf den Gesamtpreis (auch gültig für Alleinerziehende).

Öffnungszeiten Schloss Andraz
In den Monaten JUNI, JULI, AUGUST und SEPTEMBER: 10:00–12:30 und 14:30–18:00.
Jeden Sonntag im Juli und August: durchgehend geöffnet 10:00–18:00.
OKTOBER: 10:00–12:30 und 14:00–17:00.

Für weitere Informationen:
Schloss Buchenstein
loc. Castle | 32020 Livinallongo del Col di Lana (BL)
Telefon (+39) 334 334 66 80

Hotel Livinallongo del Col di Lana und umgebung

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