Im Herzen des Monte Baldo bietet Brentonico eine interessante Reise durch Natur, Botanik und Paläontologie. Es ist ein ideales Ziel für diejenigen, die das Gebiet auch durch seine ältesten Spuren entdecken möchten: von Fossilien von Meeresorganismen, die vor Millionen von Jahren lebten, bis zu den besonderen Pflanzenarten, die den Baldo charakterisieren.
Die Erfahrung wird noch interessanter durch den Botanischen Garten von Brentonico und das Fossil Museum des Monte Baldo, beide im Bereich des Palazzo Eccheli Baisi untergebracht.
Der Botanische Garten von Brentonico: die Flora des Monte Baldo
Der Botanische Garten von Brentonico erstreckt sich über mehr als 3.500 Quadratmeter vor dem Palazzo Eccheli Baisi und ermöglicht es, die außergewöhnliche botanische Vielfalt des Monte Baldo aus nächster Nähe kennenzulernen.
Der Garten ist in zwei Hauptbereiche unterteilt. Der erste ist ein Renaissancegarten, angeordnet auf drei Ebenen mit geometrischen Beeten, in denen Lavendel, Heilpflanzen und einige der charakteristischsten Arten der Region angebaut werden.
Die Sammlungen sind nach Themen organisiert und umfassen unter anderem endemische Arten, Nahrungspflanzen, giftige Arten und Ruderalpflanzen.
Der zweite Bereich reproduziert stattdessen einige der natürlichen Lebensräume des Monte Baldo. Bei einem Spaziergang durch die verschiedenen Abschnitte ist es möglich, spontane Arten zu beobachten, die mit Lebensräumen wie thermophile Felsenflur, nährstoffreiche Weide, Feuchtzone, subalpines Buschwerk und Farnwald verbunden sind.
Für Besucher ist dies eine einfache und angenehme Möglichkeit zu verstehen, warum der Monte Baldo für seinen besonderen botanischen Reichtum bekannt ist.
Das Fossil Museum des Monte Baldo
In den antiken Gewölben des Palazzo Eccheli Baisi befindet sich das Fossil Museum des Monte Baldo, das über 1.000 Exemplare aus dem Gebiet des Nördlichen Monte Baldo beherbergt.
Die Sammlung erzählt eine viel ältere Geschichte als die der Berge, die wir heute sehen. Die Fossilien dokumentieren nämlich Organismen, die vor etwa 150 bis 180 Millionen Jahren in Meeresumgebungen lebten, in der Zeit nach der Trias.
Unter den Funden befinden sich Fossilien aus verschiedenen Organismusgruppen, von Protozoen bis zu Krebstieren. Besonders interessant ist die Sammlung von Gastropoden aus dem Giacimento delle Sorne, wo 134 Arten klassifiziert wurden.
Das Museum zu besuchen bedeutet daher, einen Monte Baldo zu entdecken, der sehr unterschiedlich von dem heutigen ist: vor Millionen von Jahren war dieses Gebiet Teil einer Meeresumgebung, in der zahlreiche Organismen lebten, deren Spuren in den Gesteinen erhalten geblieben sind.
Dinosaurier bei Lavini di Marco: ein weiterer Halt, den man nicht verpassen sollte
Die Reise in die Urgeschichte des Gebiets kann nach Rovereto zu den Lavini di Marco fortgesetzt werden, einem der wichtigsten Orte des Trentino für Dinosaurierfußspuren.
Hier sind auf den Gesteinsflächen noch immer die Fußspuren sichtbar, die vor etwa 200 Millionen Jahren während des Jura von großen Reptilien hinterlassen wurden, die antike Küstenbereiche durchquerten.
Die fossilen Fährten ermöglichen es, Spuren von Dinosauriern aus verschiedenen Gruppen zu erkennen, darunter bipede Ornithischier und Theropoden. Die Fußspuren blieben durch einen langen geologischen Prozess erhalten: die Schritte der Tiere hinterließen Spuren auf schlammigen Sedimenten, die sich über Millionen von Jahren in Gestein umwandelten.
Um die Entdeckung der Fährten und die Geschichte der Dinosaurier des Gebiets zu vertiefen, ist es möglich, das Museum für Wissenschaften und Archäologie von Rovereto zu besuchen, wo die Paläontologie in den Sammlungen und in der Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Rolle spielt.