Eine 2–3‑tägige Wanderung, die der alten Route der mesolithischen Jäger folgt, als kleine Menschengruppen das Etschtal verließen, um die hochgelegenen Weiden des Lagorai zu erreichen und sich im Sommer von Jagd und Sammeln zu ernähren. Das Mesotrekking ist eine einzigartige Route, die Geschichte, Archäologie und Natur verbindet und einem Weg folgt, den Forscher auf Grundlage von Studien aus den 1980er‑Jahren als plausibel ansehen.
Ein Weg zwischen Geschichte und Natur
Die Tour beginnt nördlich der Stadt Trient, wo der Pfad zum Rifugio Gaban in der Piazzina di Martignano ansteigt. Von dort führt der Weg weiter über den Monte Celva und den Monte Calisio, die Höhenzüge über dem Trientiner Becken, die einst einen natürlichen Übergang zum Hochplateau bildeten.
Nach dem Dosso di Castel Vedro geht es hinab nach Civezzano, dann weiter entlang der Straße, die Madrano, Canzolino und den stimmungsvollen Lago Pudro verbindet, bis das Hochplateau von Piné erreicht wird. Dieser Abschnitt ist geprägt von Wäldern, Lichtungen und kleinen Seen, die die lange Beziehung zwischen Mensch und Landschaft widerspiegeln.
Vom Hochplateau von Piné ins Fersental
Hinter den Seen Serraia und Piazze steigt der Weg zum Passo Redebus an, einem historischen Übergang zwischen Piné und dem Fersental (Valle dei Mocheni). Hier verändert sich die Landschaft: Die Wälder werden dichter, die Täler enger, und die Atmosphäre erinnert an die abgelegenen Orte, die einst von prähistorischen Jägern aufgesucht wurden.
Der letzte Anstieg durch das Val Calamento führt zum Ziel der Wanderung: dem Lago delle Buse auf 2060 m, einer hochalpinen Umgebung, in der Stille und unberührte Natur eine ferne Vergangenheit spürbar machen.