Ein spektakulärer Höhenweg, der das weite Plateau der Pale di San Martino durchquert – zwischen verbliebenen Gletschern, karstischen Dolinen und Ausblicken, die über die mächtigsten Gipfel der Gruppe schweifen. Eine klassische Route, ideal für alle, die die Essenz dieser einzigartigen Dolomitenlandschaft erleben möchten.
Vom Rifugio Rosetta zum Passo Pradidali Basso
Vom Rifugio Pedrotti alla Rosetta (2581 m) geht es nach Osten auf dem Weg 709, markiert mit roten Punkten. In etwa 40 Minuten erreicht man den Passo Pradidali Basso (2655 m), einen panoramareichen Aussichtspunkt und Knotenpunkt zum Rifugio Pradidali.
Weiter zum Passo della Fradusta und zum Gletscher
Man folgt dem Weg 708, der einen felsigen Rücken überwindet und zum Passo della Fradusta (2716 m) führt. Von hier öffnet sich der Blick auf den Fradusta‑Gletscher, ein weites Gletscherbecken, das leicht zu überqueren ist – mit Vorsicht gegenüber blankem Eis in den wärmsten Wochen.
Vom nächsten Rücken aus kann man zur Cima Fradusta aufsteigen, eine lohnende Abzweigung mit außergewöhnlichem Panorama.
Die großen Dolinen und der Passo Canali
Die Route führt weiter zur großen Doline des Foch de Sora, in die man absteigt, bevor man zum Foch de Sot wieder aufsteigt. Nach dem Durchqueren einer weiteren Mulde erreicht man den Passo Canali (2469 m), einen natürlichen Balkon mit Blick auf die Felswände der südlichen Pale‑Kette.
Abstieg ins Val Canali und Ankunft im Rifugio Treviso
Vom Pass folgt man dem Weg 707, der über Geröllfelder, Wiesen und felsige Abschnitte absteigt und an den Cime dell’Alberghet und dem Coro vorbeiführt. Ohne die Abzweigungen nach links zu beachten, fällt der Weg allmählich unter die Cima Sant’Anna, quert ein Schuttfeld und taucht schließlich in den Wald ein. Nach wenigen Minuten erreicht man das Rifugio Treviso, eine der charakteristischsten Hütten im Val Canali.
Variante über die Forcella del Miel
Nach etwa 30 Minuten auf dem Weg 709 kann man links auf den Weg 707 abzweigen und das Plateau in wilderem Gelände queren. Man passiert die Abzweigung zum Col di Prà (766) und erreicht den Rand des Plateaus, mit atemberaubender Aussicht auf den Agnèr, den Sass de le Caore und die Croda Granda. Der Weg biegt dann nach Südosten zur Forcella del Miel (2520 m) ab und trifft am Passo Canali wieder auf die Hauptroute.