Vom Rifugio Pradidali erreicht man in wenigen Minuten den Einstieg der Ferrata del Portòn, einem kurzen, aber intensiven Anstieg, der rasch an Höhe gewinnt und die ersten Ausblicke auf die Pale di San Martino eröffnet. Von der Scharte führt der Weg nach links in eine Querung und taucht in das steilere Gelände der Ferrata del Velo ein, die hier im Abstieg begangen wird. Über kleine Wände, Kamine und gesicherte Passagen umrundet man die Basis des berühmten Spigolo del Velo, einem Wahrzeichen des lokalen Alpinismus, bis man den gut markierten Weg erreicht, der zur Rifugio al Velo della Madonna führt, eindrucksvoll am Fuß der großen Wände gelegen.
Wer vom Velo‑Hut startet, begeht die Ferrata im Aufstieg, wodurch die Tour weniger anspruchsvoll und gleichmäßiger wird. In beiden Varianten bietet die Strecke ein Konzentrat an Eindrücken: gesicherte Passagen, großartige Ausblicke und die unverwechselbare Atmosphäre der Pale.
Für den Abstieg kann man vom Velo‑Hut über den Weg Nr. 713 nach San Martino di Castrozza hinunterwandern, vorbei an der Malga Zivertaghe und anschließend über die Forststraße bis ins Dorf. Alternativ erreicht man das Val Canali über den Depaoli‑Weg, oder man folgt weiter der Forststraße und biegt dann zum Col dei Cristi und den Piereni ab – eine landschaftlich besonders reizvolle Variante.
Technische Daten
Höchster Punkt: 2480 m
Schwierigkeit:
- Ferrata del Portòn – schwierig, relativ kurz.
- Ferrata del Velo – schwierig, wenig anstrengend.
Stützpunkte:
- Rifugio Pradidali (2278 m);
- Rifugio Rosetta (Seilbahn von San Martino);
- Rifugio al Velo della Madonna.
Höhenunterschied: 1200 m
Hinweise: kurze, aber sehr schöne Ferraten.