Am südlichen Hang der Catena di Bocche, zwischen dem Passo San Pellegrino und dem Passo di Vallès, bieten die Seen von Bocche und Giuribrutto eine faszinierende Wanderroute inmitten unberührter Natur und zahlreicher Zeugnisse des Ersten Weltkriegs. Der Lago di Bocche, eingebettet am Fuß des Zimò de Boce, dem höchsten Gipfel der Kette, zählt zu den eindrucksvollsten Naturjuwelen der Region.
Route ab Paneveggio
Gesamtdauer: ca. 5 Stunden Hin- und Rückweg
Die Wanderung beginnt in Paneveggio oder etwas oberhalb des Besucherzentrums des Naturparks und folgt der bequemen Forststraße mit der Markierung Nr. 626. Der Weg steigt sanft zur panoramareichen Malga Bocche an und führt anschließend auf dem Steig Nr. 623 zu einer kleinen Hütte in Hochlage.
Nach dem Überqueren eines weiten Plateaus und eines kleinen Rückens erscheint der Lago di Bocche – ein stiller Bergsee, umgeben von Resten von Schützengräben und alten Militärmauern. Entlang des Ufers folgt man den Markierungen auf den historischen Befestigungen, lebendige Zeugnisse der Dolomitenfront.
Aufstieg zur Scharte und Ausblick auf den Cimon di Bocche
Der Steig führt zur Scharte auf 2.555 m, am Südrücken des Cimon di Bocche. Von hier zweigt der Weg Nr. 628 ab, der geübten Wanderern den Gipfelanstieg als zusätzliche Panoramavariante ermöglicht.
Abstieg ins Val Giuribrutto und zum Lago di Giuribrutto
Zurück an der Scharte geht es auf dem Steig Nr. 628 hinunter ins Val Giuribrutto, bis man rasch die Forcella di Giuribrutto erreicht. Ein Rechtsabzweig führt auf den Weg Nr. 629, der zum malerischen Lago di Giuribrutto hinabführt – umrahmt von Almwiesen und weiten Ausblicken auf die Pale di San Martino.
Rückweg zum Passo Valles
Vom See steigt eine historische Militärstraße zum Passo di Vallès und zur gleichnamigen Hütte hinauf – ein idealer Ort für eine aussichtsreiche Pause vor dem Rückweg.