Im wildesten und zugleich faszinierendsten Teil des Hochplateaus der Pale di San Martino, nördlich der Cima della Fradusta, verbergen sich zwei hochgelegene Juwelen: der Lago della Fradusta und der abgeschiedenere Lago di Manna. Mondähnliche Landschaften, tiefe Stille und endlose Horizonte machen diese Wanderung zu einer der eindrucksvollsten im gesamten Dolomitengebiet.
Von San Martino zur Rifugio Rosetta
Die Tour beginnt in San Martino di Castrozza, von wo aus man bequem mit dem Sessellift hinauffährt oder zu Fuß dem Weg 701 folgt. In etwa 2 Stunden 30 bis 3 Stunden erreicht man die Hütte Pedrotti–Rosetta, das Tor zum Hochplateau und Ausgangspunkt für die Erkundung dieser einzigartigen Umgebung.
Zu den Pässen und Hochgebirgsseen
Von der Hütte führt der Weg 709 nach Osten und erreicht in rund 50 Minuten den Passo Pradidali Basso. Der Blick öffnet sich auf eine weite Steinlandschaft, die über Jahrtausende geformt wurde – ein Ort, der dazu einlädt, innezuhalten und zu staunen.
Weiter geht es auf dem Weg 707 bis zum Passo della Fradusta, einem strategischen Punkt, von dem die Wege zu den Seen abzweigen. Um den abgelegeneren Lago di Manna zu erreichen, folgt man der Richtung Nord‑West über ein helles, sanft gewelltes Felsplateau.
Aufstieg zur Cima Fradusta
Wer die Tour abrunden möchte, kann von der Seenlandschaft aus in etwa 1 Stunde zur Cima della Fradusta (2937 m) aufsteigen. Der Berg besitzt eine vom Eis geformte Nordseite und eine beeindruckende, 400 Meter hohe Südwand. Der Aufstieg ist technisch leicht, erfordert jedoch gute Sicht und passende Ausrüstung, da man sich in hochalpinem Gelände bewegt.