Castel Belfort liegt zwischen den Ortschaften Cavedago und Spormaggiore; seine wunderschöne, hohe Zinnentorre ragt eindrucksvoll über die Ruinen des Gebäudes. Dieses Herrenhaus aus dem 14. Jahrhundert war Schauplatz einer verwickelten Geschichte aus „politischen Gefälligkeiten“ und unzähligen Besitzwechseln. Einer der Legenden zufolge soll der Geist eines der früheren Besitzer (Graf Cristoforo Reifer von Altspaur) noch heute durch die Ruinen streifen. Heute kann Castel Belfort besichtigt werden, vielleicht im Rahmen einer der Wanderungen, die dorthin führen.
Die ersten offiziellen Nachrichten über Castel Belfort stammen aus dem Jahr 1311, als Heinrich, Graf von Tirol, Tissone von Altenspaur die Erlaubnis erteilte, einen Wachturm entlang der Via Nuova zu errichten – einer Route, die Andalo mit dem Sporeggio‑Tal und das Sarca‑Tal mit Trient verbinden sollte. Neben dem Turm, der auf dem „Hügel oder Rücken von Malgolo“ (so die Bezeichnung in den damaligen Dokumenten) errichtet wurde, entstand später die Burg Belfort, die anschließend ständig zwischen verschiedenen Familien wechselte, darunter auch die Reifer von Castel Campo.
Im Jahr 1670 wurde sie von einem verheerenden Brand zerstört, und 1700, nachdem sie endgültig in den Besitz der Grafen Saracini übergegangen war, wurde sie auf den alten Resten wieder aufgebaut.
Die spannendste – und in gewisser Weise beunruhigendste – Geschichte rund um Castel Belfort ist jene von Cristoforo Reifer, der diese Ländereien um die Mitte des 15. Jahrhunderts beherrschte. Angeblich litt der Graf unter Anfällen von Wahnsinn und Verfolgungswahn, die ihn dazu brachten, in geradezu manischer Weise an der Treue seiner dritten Gemahlin Orsola zu zweifeln, sodass er sie beinahe tötete. So soll der gequälte und immer noch rachsüchtige Geist des Ritters Cristoforo über den Ruinen der Burg schweben – auf der Suche nach Beweisen für den Verrat der jungen Frau.
Für weitere Informationen:
Schloss Belfort
Strada Statale, 421 | 38010 Spormaggiore
Tel. APT Dolomiti Paganella (+39) 0461 585836