Urlaub am Reschen im Reschenpass in Obervinschgau

Reschen ist ein Weiler in der Gemeinde Graun im Vinschgau, im Oberen Vinschgau, 1 km von Österreich und wenige Kilometer von der Schweiz entfernt. Am Fuße des gleichnamigen Passes, der das österreichische Tirol mit Südtirol verbindet, ist das Dorf bekannt für seinen See und seinen romanischen Glockenturm, der in den See versunken ist – ein märchenhafter Ort mit einer dramatischen Vergangenheit.

Die Geschichte von Reschen ist eine traurige, da es durch den Bau des Staudamms 1950 größtenteils in dem künstlichen See versank, wo Hunderte von Familien aus Graun und Reschen ihr Zuhause verloren. Die tragische Vergangenheit wird im Museum Vintschger Oberland mit einer sehr reichhaltige Fotoausstellung dokumentiert.

Bemerkenswert ist auch die St. Nikolaus Kirche Rojen mit Fresken aus dem 15. Jahrhundert, die Wallfahrtskirche Valliereck aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die kleine gotische Kirche St. Anna in Graun, von der aus man einen herrlichen Blick auf den Reschensee und die historische Grenzbefestigungen an der Grenze des Reschenpass genießen kann. Von denen ist der Bunker Etschquelle/Bunker Nr. 20 in Graun einen Besuch wert und die Panzersperre Plamort.

Heute ist Reschen zu einem beliebten Reiseziel für Sportler, Familien und Paare geworden, das zu jeder Jahreszeit viel zu bieten hat. Im Sommer kann man zwischen Wandern, Mountainbiking, Reiten, Rafting, Klettersteigen, Bogenschießen im Talaiwald, Motorradtouren und Nordic Walking wählen. Der Reschensee hingegen lädt zum Segeln, Surfen, Angeln, Kitesurfen, zu angenehmen Bootsausflügen und entspannenden Sonnenbädern an den Strandbädern mit Liegen und Sonnenschirmen ein.

Im Winter ist das Skifahren die Hauptaktivität in den drei Skigebieten Schöneben, Haideralm und Maseben. An Aktivitäten wie Skilanglauf, Schneeschuhwandern, Schlittenfahren auf der 2 km langen Bahn in Reschen und Snowkiten auf dem Reschensee mangelt es nicht.