Vor zwanzig Jahren wurde der Lago di Lavarone als „der sauberste See Italiens“ bezeichnet. Auch Sigmund Freud, der gerne an seinen Ufern spazieren ging, schätzte die Ruhe dieses besonderen Ortes. Der in einer natürlichen Mulde gelegene See umfasst 64.000 Quadratmeter, mit einer durchschnittlichen Tiefe von 7,4 Metern und einer maximalen Tiefe von 17 Metern.
Der Lago di Lavarone liegt auf dem gleichnamigen Hochplateau, in einem Gebiet, das während des Ersten Weltkriegs Schauplatz heftiger Kämpfe war. Zahlreiche Festungen und militärische Anlagen erinnern heute als Gedenkstätten an diese Zeit. Der Friedensweg, ein 400‑Kilometer‑Wanderweg vom Stilfserjoch bis zur Marmolata, führt durch diese Region und ist Teil des größeren Sentiero d’Italia.
Der Lago di Lavarone im Sommer und Winter
Am See gibt es zwei gut ausgestattete Strandbereiche, im Norden und Süden, wo man schwimmen, Tretboote und Ruderboote mieten kann. In der Umgebung finden sich zahlreiche Wanderwege, Mountainbike‑Routen und eine Kletterwand.
Der See ist zudem ein Bike‑Friendly‑Standort und bietet spezielle Services und Ermäßigungen für Radfahrer. Im Winter friert der See zu und wird zu einer natürlichen Fläche zum Eislaufen, während Eistauch‑Kurse Abenteuerlustige anziehen. Jedes Jahr Ende Juni findet hier ein bedeutender Triathlon‑Wettbewerb statt.
Im Jahr 2025 erhielt der Lago di Lavarone erneut die renommierte Blaue Flagge, die die hervorragende Wasserqualität und das Engagement für nachhaltiges Umweltmanagement bestätigt. Diese internationale Auszeichnung würdigt den Einsatz der Gemeinde und der Einwohner von Lavarone für den Schutz des Sees und seiner Natur.