Im Herzen der Sextner Dolomiten, zwischen hellen Schutthalden und steilen Felswänden, liegt der stimmungsvolle Giralba‑Eissee, ein kleiner alpiner See, der nordöstlich der Croda dei Toni und unweit der Forcella Giralba in den Geröllfeldern eingebettet ist. Ihn zu erreichen bedeutet, in einen der ursprünglichsten und wildesten Winkel des Hochgebirges einzutauchen.
Die Wanderung beginnt in Sexten, im Pustertal, und führt durch das wunderschöne Fischleintal bis zur Talschlusshütte, dem Ausgangspunkt der Wege, die zur Croda dei Toni hinaufführen. Von hier steigt ein bequemer Saumpfad sanft durch den Talboden an, bis zu einer Weggabelung, an der der Pfad schmaler und felsiger wird. Der Weg führt unter den Wänden des Pulpito entlang, und nachdem man einen Felssporn umrundet hat, erscheint die imposante Silhouette der Croda dei Toni in ihrer ganzen Pracht.
Folgt man dem Weg weiter, erreicht man die panoramareiche Zsigmondy‑Comici‑Hütte, eine der spektakulärsten Schutzhütten der Sextner Dolomiten. Von der Hütte aus gelangt man in etwa 15 Minuten zu dem kleinen alpinen See, der selbst in den wärmsten Monaten oft verschneit oder gefroren ist. Sein stilles Wasser, eingebettet zwischen Geröll und Fels, schafft eine ruhige, fast schwebende Atmosphäre – ideal für eine besinnliche Pause vor dem Rückweg.