Die Roda di Vaèl, einer der markantesten Gipfel des Rosengartens, bietet eine panoramareiche Wanderroute, die in der bekannten Ortschaft Karersee in der Eggental beginnt. Von der Talstation führt der Paolina‑Sessellift zur Paolina‑Hütte (2120 m), einem herrlichen Aussichtspunkt an der Masarè‑Kante und der charakteristischen Roda del Diavolo. Ein gut markierter Höhenweg verläuft rund zwanzig Minuten nach Süden bis zum bronzenen Adlerdenkmal von Christomannos, einem eindrucksvollen Aussichtspunkt über das Fassatal. Anschließend führt der Weg nahezu eben weiter, mit weitem Blick auf die Dolomiten des Rosengartens, bis zur Roda‑di‑Vaèl‑Hütte (ca. 2280–2300 m, 45 Minuten ab Paolina), die sich ideal für eine erste Rast eignet.
Die Wanderung kann hinter der Hütte fortgesetzt werden, entlang eines flachen Weges unterhalb der imposanten Ostwand der Roda di Vaèl. Nach etwa zwanzig Minuten erreicht man eine Weggabelung: Hält man sich links, steigt der Pfad durch eine kurze, steile Rinne rasch an. Anschließend wendet sich der Weg nach Westen und führt zum Vaiolon‑Pass (ca. 2550–2560 m, etwa 1 Stunde ab der Hütte), einem spektakulären Sattel zwischen den Felsformationen des Rosengartens. Hinter dem Pass fällt der Weg auf der Westseite zunächst steil ab; eine kleine Metallleiter erleichtert das Überwinden einer Felsstufe, bevor der Pfad in den nahezu ebenen Masarè‑Weg einmündet, der die Fronza‑alle‑Coronelle‑Hütte mit der Roda‑di‑Vaèl‑Hütte verbindet.
Folgt man dem Masarè‑Weg nach Süden, gelangt man zurück zur Paolina‑Hütte (etwa 1 Stunde vom Vaiolon‑Pass). In diesem letzten Abschnitt dominiert die majestätische Westwand der Roda di Vaèl die Szenerie: eine rund 400 Meter hohe Dolomitenwand, die sich fächerförmig über dem Karersee‑Becken und dem Eggental erhebt und eindrucksvolle Fotomotive bietet. Wer noch Zeit hat, kann den Tag mit einem Abstecher zum nahegelegenen Karersee abrunden, der nur wenige Autominuten vom Parkplatz der Paolina‑Bergbahn entfernt liegt.