Eine faszinierende Wanderung, die durch das Val Franzedas bis zum panoramareichen Forca‑Rossa‑Pass führt – ein symbolträchtiger Ort des Ersten Weltkriegs und eine natürliche Verbindung zwischen Malga Ciapela und dem Passo San Pellegrino. Eine Route voller Geschichte und Natur, ideal für alle, die stille, wenig begangene Dolomitentäler lieben.
Route
Von Malga Ciapela folgt man der Straße in Richtung Campingplatz und überquert die weite Ebene des Pian Grant, bis man die Brücke über den Ru Scalon erreicht, wo man das Auto abstellen kann. Hier beginnt der Aufstieg entlang der militärischen Saumpfad, der zum Rifugio Falier führt. Nach einigen Kehren erreicht man eine Weggabelung: Hier biegt man links ab und gelangt in das Herz des Tales.
Der Weg steigt gleichmäßig an und führt über mehrere Kehren in das wunderschöne Val Franzedas, eine offene und stille Landschaft, geprägt von Almwiesen und Lärchenwäldern. Die links liegende Malga markiert den Übergang in den wilderen oberen Talabschnitt.
Der Pfad wird steiler und steigt durch die grasige Mulde an, während sich vor uns die Dolomitenkulisse öffnet: Forca Rossa, eingebettet zwischen Col Becher (2.444 m) und Piz Le Grane (2.760 m), dominiert den Horizont; links schließt der Aula‑Kamm das Tal mit seinen Felswänden ab.
Im oberen Talbereich verlässt man den Weg 689, der zum Passo di Col Becher führt, und folgt dem Weg 694. Ein breiter militärischer Saumpfad führt rasch zur Forca Rossa (2.490 m), einem weiten und aussichtsreichen Pass, der im Ersten Weltkrieg als strategisch äußerst wichtig galt.
Der Pass wurde bereits am ersten Kriegstag vom Alpini‑Bataillon „Val Cordevole“ besetzt, das seine Bedeutung als Verbindungsweg zwischen Malga Ciapela und dem Passo San Pellegrino sofort erkannte.
Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg, wobei Vorsicht auf steilen Abschnitten und bei schlechter Sicht geboten ist.