Die Wanderung ab dem Rifugio Passo Sella (2183 m) gehört zu den eindrucksvollsten Touren der Langkofelgruppe. Der Weg 525 führt zur Forcella del Sassolungo, über Wiesen mit verstreuten Felsblöcken und entlang des großen fossilen Bergsturzes der Città dei Sassi. Der Anstieg wird steiler auf dem Schuttkegel unterhalb der Seilbahn, die – wenn in Betrieb – über eine Stunde Gehzeit einspart.
Ein anspruchsvoller Abschnitt führt zum Rifugio Toni Demetz (2681 m), eingebettet zwischen den Cinque Dita und dem Langkofel. Von dort geht es nordseitig durch ein Geröllkar hinunter zum Rifugio Vicenza (2253 m), dem Ausgangspunkt des Klettersteigs.
Den Wegweisern des Oskar‑Schuster‑Steigs folgend, gelangt man in die Mulde unter dem Plattkofel bis zum Einstieg am Fuß des Kanals. Der Klettersteig führt über kleine Kamine, Felsstufen und gesicherte Bänder zur Forcella delle Torri (2730 m). Über Rampen und Geröll erreicht man den Gipfelgrat und schließlich die Cima di Mezzo des Plattkofels (2954 m) mit einem Rundblick über die Dolomiten.
Der Abstieg erfolgt über die Gegenseite über Steinplatten und Geröll zum Rifugio Sassopiatto (2300 m). Der Rückweg zum Sellajoch folgt dem panoramareichen Friedrich‑August‑Weg (4–594) und führt an den Hütten Pertini und Federico Augusto vorbei, über die Forcella Rodella und das Bar Salei.
Technische Daten
- Start/Ziel: Rifugio Passo Sella – 2183 m
- Höchster Punkt: Cima di Mezzo, Plattkofel – 2954 m
- Höhenunterschied: 1200 m (700 m mit Seilbahn)
- Gehzeit: 7 Stunden (5:45 mit Seilbahn)
- Schwierigkeit: Erfahrene Bergwanderer + Klettersteigausrüstung
- Beste Zeit: Juli bis September
- Berghütten: Toni Demetz, Vicenza, Sassopiatto, Pertini, Federico Augusto