Die Alta Via Bepi Zac gehört zu den eindrucksvollsten gesicherten Höhenwegen der Dolomiten: eine lange Gratüberschreitung entlang der Cime di Costabella nördlich des Passo San Pellegrino. Der Weg ist dem Fassaner Alpinisten Bepi Pellegrin, genannt „Zac“, gewidmet – einer historischen Persönlichkeit des Tales und ehemaligem Hüttenwirt des Rifugio Passo delle Selle. Der kürzlich restaurierte Steig führt durch Stellungen, Schützengräben, Höhlen und Befestigungen aus dem Ersten Weltkrieg, eingebettet in ein Panorama, das von der Marmolada über Sella und Langkofel bis zu Rosengarten und Latemar reicht.
Route
Vom Passo San Pellegrino zur Forcella Ciadin – 2.664 m
Der Start erfolgt am Passo San Pellegrino, mit der Möglichkeit, die Aufstiegsanlagen zu nutzen. Man folgt dem Weg 637b, überquert die Weiden der Campagnaccia und steigt anschließend das steile Schuttfeld zur Forcella Ciadin hinauf. Von hier beginnt eine ungesicherte, ausgesetzte Querung, die zum Einstieg führt: ein großer Kamin mit Holzleitern und Drahtseilen.
Costabella‑Grat: Kamine, Bänder und Stollen
Der Weg verläuft entlang des zerklüfteten Costabella‑Grates, durch Kamine, Felsbänder, Grate und in den Fels gehauene Stollen. Man passiert den Sasso di Costabella (2.730 m), durchquert kleine Mulden und erreicht den Fuß der Cima di Costabella (2.759 m), die über eine kurze, aber ausgesetzte gesicherte Passage am Ostgrat bestiegen wird.
Cima Campagnaccia und die Lastei
Nach mehreren Auf‑ und Abstiegen gelangt man zur Cima della Campagnaccia (2.727 m). Vor dem Weiterweg zu Lastei Grande (2.716 m) und Lastei Picol (2.697 m) besteht die Möglichkeit, über eine breite Scharte ins Tal abzusteigen. Die Überschreitung endet über die rauen Felsrippen der Lastei und erreicht schließlich den Gipfel des Lastei Picol, nördlich des Rifugio Passo delle Selle (2.528 m).
Rückweg zum Passo San Pellegrino
Vom Rifugio führt der Abstieg über den Weg 604, vorbei am Rifugio Paradiso (2.170 m). Wer möchte, kann die letzte Strecke mit dem Sessellift zurücklegen.