Nördlich der imposanten Drei Zinnen, direkt unter der Westlichen Zinne, liegen drei kleine Bergseen, die einen der stillsten und überraschendsten Ausblicke des gesamten Dolomitenmassivs bieten. Ihr klares Wasser spiegelt die steilen Felswände der Drei Zinnen und schafft eine ruhige, fast unwirkliche Atmosphäre, fernab der stark frequentierten Wege.
Der Zugang ist einfach und landschaftlich sehr reizvoll: Es gibt zwei offizielle Routen, die von unabhängigen Bergquellen bestätigt werden und zu diesem versteckten Winkel der Dolomiten führen.
Route 1 — Vom Rifugio Auronzo über Weg 105
Die direkteste und aussichtsreichste Variante
Vom Rifugio‑Albergo Auronzo, dem klassischen Ausgangspunkt für Wanderungen rund um die Drei Zinnen, folgt man dem Weg 105, einem gut markierten Steig, der sanft zur Forcella Col de Mezo ansteigt. Nach etwa 25 Minuten erreicht man die Scharte, von der sich ein weiter Blick auf die Nordseite des Massivs öffnet.
Von hier führt der Weg weiter nach Norden und dann rechts hinab über ein felsiges Hochplateau zu den drei Laghetti di Lavaredo, die in einer wilden und überraschend ruhigen Umgebung liegen.
Warum diese Route wählen
- Kürzeste und leichteste Variante
- Weite Ausblicke auf die Drei Zinnen
- Auch für weniger erfahrene Wanderer geeignet
Route 2 — Vom Rifugio Locatelli über das Hochplateau
Vom Rifugio Locatelli, einem der berühmtesten Aussichtspunkte der Dolomiten, steigt man zunächst ein Stück über den Weg 105 ab. Nach kurzer Zeit verlässt man den Hauptweg und folgt dem Rand des Hochplateaus – eine wildere und stimmungsvollere Variante mit ungewöhnlichen Blickwinkeln auf die Drei Zinnen.
Nach etwa 1 Stunde erreicht man die Seen, die plötzlich am Boden eines ehemaligen Gletscherkessels erscheinen, umgeben von Geröllhängen und steilen Felswänden.
Warum diese Route wählen
- Spektakuläre Ausblicke auf die Große und die Westliche Zinne
- Erkundung des ruhigeren nördlichen Hochplateaus
- Ideal für Wanderer, die bereits die Drei‑Zinnen‑Runde gehen