Entlang der Straße, die zum Passo Palade führt – dem Pass, der Meran mit dem Nonstal verbindet – erhebt sich Castel Leone, das von einem Felssporn aus das Tal zur Etsch hinunter und die gesamte Stadt Lana überragt. Um 1200 erbaut, wurde es aufgrund seiner strategischen Lage zu einer begehrten Festung.
Castel Leone in Lana wurde von den Grafen von Brandis errichtet, deren Nachkommen auch heute noch Eigentümer des Schlosses sind. Dies ist für Südtiroler Burgen äußerst selten und vielleicht der Grund, warum das Schloss seine ursprüngliche Form weitgehend bewahrt hat, obwohl ein Teil davon im 13. Jahrhundert durch einen Brand zerstört wurde.
Die beherrschende Lage über dem Tal weckte das Interesse von Graf Meinhard II., der Castel Leone angriff. Vor einem zweiten Angriff entschloss sich Graf Brandis, die Burg dem Gegner zu überlassen, sodass sie in den Besitz der Grafen von Tirol‑Gorizia überging, bevor sie zwischen 1461 und 1463 wieder an die Familie Brandis zurückfiel.
Die Festung verfügt über zwei imposante dreistöckige Türme und ein Herrenhaus, das als Wohnsitz dient.
Sie befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zugänglich.