Castel Gardena (Fischburg) liegt zwischen St. Christina und Wolkenstein in Südtirol. Obwohl es aus der Renaissance stammt und als Sommer- und Jagdresidenz diente, erinnert seine massive Bauweise eher an eine mittelalterliche Burg. Der ursprüngliche Name „Fischburg“ geht auf die Anlage mehrerer Teiche zurück, die der Besitzer zum Aufziehen und Fangen von Forellen nutzte. Heute befindet sich das Schloss im Besitz der Familie von Baron Andrea Franchetti und ist im Inneren nicht zugänglich.
Die Geschichte von Castel Gardena
Castel Gardena wurde von der Familie Wolkenstein zwischen 1622 und 1641 zunächst als Wohnsitz errichtet. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts diente es als Sitz des Gerichts von Wolkenstein; danach begann eine Phase des langsamen Verfalls. 1826 versteigerte die Familie Wolkenstein‑Trostburg ihren Besitz, und 1841 gelangte das Schloss in den Besitz der Gemeinden Wolkenstein und St. Christina, was seinen weiteren Verfall begünstigte. 1926 wurde Castel Gardena vom Afrikanisten Baron Franchetti erworben und restauriert, dem Vater von Afdera, der faszinierenden Frau, die Hemingway liebte.
Auch heute wird das Schloss im Sommer von der Familie bewohnt und kann nur von außen besichtigt werden. Während der Sommermonate finden im Schlossgarten im Rahmen der Valgardenamusika kleine Konzerte statt.
Für weitere Informationen
Schloss Wolkenstein
Vallunga - 39048 Selva Val Gardena
Tel. (+39) 0471 777 900