Friauler Dolomiten

Die Friauler Dolomiten liegen östlich des Piavetals bei Pieve di Cadore, zwischen den Provinzen Udine und Pordenone in Oberitalien und bilden den südöstlichen Teil der Dolomiten. Dieser Gebirgsteil der Karnischen Alpen überragt die Hochebene des westlichen Friaul-Julisch Venetien.

Auch die Friauler Dolomiten wurden von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Die größten Täler in den Friauler Dolomiten, die bewohnt sind, sind das Valcellina, das Valle del Tagliamento, das Val Colvera und das Val Tramontina. Die Friauler Dolomiten werden in vier Gebirgsgruppen unterteilt: Cridola-Gruppe, Monfalconi-Spalti-Gruppe, Duranno-Gruppe und Prammaggiore-Gruppen. Der höchste Berge ist der Cima dei Preti.

Die Friauler Dolomiten sind ein noch weitgehend unerschlossenes Gebiet, das vor allem durch die Vielfalt und der bizarren Felsformationen begeisterte Bergsteiger und Alpinisten anlockt. Zahlreiche Wege schlängeln durch die Felsformationen der Friauler Dolomiten, die vorwiegend gut trainierten Bergsteigern und Kletterern vorbehalten sind, da es kaum Aufstiegshilfen gibt. Einer davon ist der Hauptabschnitt des Dolomiten-Höhenweges Nr. 6, der das gesamte Gebiet von Sappada aus durchstreift. Eine weitere eindrucksvolle zweitägige Wanderung ist jene von der Schutzhütte Pordenone auf dem Wanderweg Marini zum Biwak Gervasutti und weiter zur Schutzhütte Tita Barba, von der man über die Schutzhütte Padova und die Montanaia Scharte zum Campanile di Val Montanaia gelangt.

Wahrzeichen der Friauler Dolomiten ist der Felsturm über dem Val Cimoliana Tal. Er gehört wie der Großteil des Gebiets zum Naturpark Friauler Dolomiten, der von der Provinz Pordenone bis zur Provinz Udine reicht und die Täler Val Cellina, das obere Val Tagliamento und das Val Tramontina umfasst. Der Naturpark ist touristisch noch weitgehend unerschlossen: Hier trifft man nicht selten auf Steinadler, Alpensteinböcke, Gämse oder Murmeltiere und auf seltene Pflanzenarten. In der Nähe des Naturparks befindet sich außerdem das Naturreservat Forra del Cellina. Bei der Hütte Casera Casavento in Claut wurden Fossilspuren von Dinosaurier entdeckt, am Monte Borgà kann man eine auffällige Felsschichtung bewundern, die zurecht "Libri di San Daniele" (Bücher von San Daniele) benannt wurden.

Das Leben der Bauern im Cellinatal wird heute im Museum Casa Clautana gezeigt, in Andreis befindet sich hingegen das Ethnographische Museum der Kunst und der Bauernkultur und noch heute wird im Besucherzentrum in Erto das Unglück des Vajont dokumentiert, bei dem 1963 ein großer Erdrutsch den Stausee des Lago di Vajont aufschüttete und eine riesige Flutwelle verursachte, die vor allem das nahe gelegenen Longarone und die umliegenden Dörfer völlig zerstörte.

Im Winter eignet sich das einsame, unberührte Gebiet der Friauler Dolomiten zum Langlaufen, Schneeschuhwandern, Tourengehen und Eisklettern. Wer Skifahren liebt findet in den Skigebieten Varmost in Forni di Sopra immer beste Schneebedingungen.

Die kleinen typischen Bergweiler bergen kleine Kunstschätze, alte Häuser und Museen: Hier kommen auch Köstlichkeiten nach alten Rezepten wie Brennnesselsuppe und Kräuteromeletten auf den Tisch.

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