Die Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 fanden vom 6. bis 15. März 2026 statt und machten Italien zum Schauplatz der weltweit bedeutendsten Veranstaltung für den paralympischen Wintersport. Die Wettkämpfe wurden in Mailand, Cortina d'Ampezzo und Tesero (Val di Fiemme/Fleimstal) ausgetragen und brachten rund 600 Athletinnen und Athleten aus mehr als 55 Ländern zusammen.
Die Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 stellten einen historischen Meilenstein für den italienischen Sport dar. Italien stellte mit 42 Athletinnen und Athleten sowie 3 Guides die größte paralympische Wintermannschaft seiner Geschichte und war in allen sechs Sportarten des Wettkampfprogramms vertreten.
Kurzüberblick
Die Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 wurden vom 6. bis 15. März 2026 in Mailand, Cortina d'Ampezzo und Tesero im Fleimstal ausgetragen. Das Programm umfasste sechs Sportarten: Rollstuhl-Curling, Para Ski Alpin, Para Snowboard, Para Biathlon, Para Langlauf und Para Eishockey. Rund 600 Athletinnen und Athleten aus mehr als 55 Nationen nahmen an den Wettkämpfen teil.
Die Sportarten der Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026
Die paralympischen Wettbewerbe fanden an drei Hauptaustragungsorten statt: Mailand, Cortina d'Ampezzo und Tesero im Fleimstal. Jede Sportart zeigte eindrucksvoll das Können, die Ausdauer und die Entschlossenheit der Athletinnen und Athleten aus aller Welt.
Rollstuhl-Curling in Cortina d'Ampezzo
Rollstuhl-Curling ist eine paralympische Wintersportart, die im Rollstuhl und ohne sogenannte Sweeper gespielt wird – also ohne jene Spieler, die beim traditionellen Curling das Eis vor dem Stein wischen. Bei den Paralympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 war Rollstuhl-Curling die erste Sportart, die in den Wettkampf startete. Die Bewerbe fanden vom 4. bis 15. März im Eisstadion von Cortina d'Ampezzo statt.
Ausgetragen wurden zwei Wettbewerbe:
- Mixed-Team-Turnier mit zehn Nationen
- Mixed-Doppel mit acht Teams
In jedem End spielten die Athletinnen und Athleten zwei Steine und versuchten, diese möglichst nahe am Mittelpunkt des Hauses zu platzieren. Präzision, Taktik und Konstanz waren die entscheidenden Faktoren für den Erfolg.
Die Steine konnten entweder direkt mit der Hand oder mithilfe eines Extenders gespielt werden – einer speziellen Verlängerungshilfe, mit der Richtung und Geschwindigkeit des Steins kontrolliert werden.
Para Ski Alpin auf der Olympia delle Tofane
Die Wettbewerbe im Para Ski Alpin fanden vom 7. bis 14. März auf der berühmten Olympia delle Tofane in Cortina d'Ampezzo statt – einer der bekanntesten Skipisten der Dolomiten und Austragungsort zahlreicher internationaler Rennen.
Das Wettkampfprogramm umfasste fünf Disziplinen:
- Abfahrt
- Super-G
- Riesenslalom
- Slalom
- Alpine Kombination
Die Athletinnen und Athleten traten in drei Wettkampfklassen an:
- Sitzend, mit speziell entwickelten Monoskis
- Stehend, mit oder ohne Prothesen
- Sehbeeinträchtigt, begleitet von Guides, die sie während des gesamten Rennens unterstützten
Mit anspruchsvollen Strecken, hohen Geschwindigkeiten und spektakulären Fahrten gehörte Para Ski Alpin zu den beliebtesten und eindrucksvollsten Disziplinen der Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026.
Para Snowboard
Die Wettbewerbe im Para Snowboard fanden vom 10. bis 15. März im Cortina Para Snowboard Park statt und umfassten insgesamt acht Medaillenentscheidungen.
Das Wettkampfprogramm bestand aus zwei Disziplinen:
- Banked Slalom
- Snowboard Cross
Die Athletinnen und Athleten traten in den Startklassen Upper Limb (UL) für Sportlerinnen und Sportler mit Beeinträchtigungen der oberen Gliedmaßen sowie Lower Limb (LL1 und LL2) für Athletinnen und Athleten mit Beeinträchtigungen der unteren Gliedmaßen an, die mit Prothesen oder anderen Hilfsmitteln starten.
Wettkämpfe in Tesero im Fleimstal
Das Fleimstal (Val di Fiemme) und insbesondere Tesero waren Austragungsort von zwei der traditionsreichsten Disziplinen der Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026: Para Biathlon und Para Langlauf.
Die Wettkämpfe fanden im renommierten Langlaufzentrum von Tesero statt, das seit vielen Jahren internationale Wintersportveranstaltungen ausrichtet und als eines der bedeutendsten Zentren für nordische Disziplinen in den Dolomiten gilt.
Para Biathlon
Der Para Biathlon wurde vom 8. bis 14. März im Langlaufstadion von Tesero ausgetragen.
Diese Sportart verbindet Langlauf mit Schießen und verlangt den Athletinnen und Athleten sowohl körperliche Ausdauer als auch höchste Präzision ab.
Zum Wettkampfprogramm gehörten:
- Sprint
- Einzel
- Verfolgung
Die Wettbewerbe wurden in drei Startklassen ausgetragen:
- Standing
- Sitting
- Vision Impaired
Für Athletinnen und Athleten mit Sehbeeinträchtigung kam ein akustisches Zielsystem zum Einsatz. Über Tonsignale konnten sie ihre Zielgenauigkeit bestimmen – je näher das Gewehr auf die Zielmitte ausgerichtet war, desto höher wurde der Signalton.
Para Langlauf
Auch der Para Langlauf wurde in Tesero ausgetragen und umfasste Sprintbewerbe, Einzelrennen über verschiedene Distanzen sowie Staffelwettbewerbe.
Die Athletinnen und Athleten starteten in den Kategorien:
- Standing
- Sitting
- Vision Impaired
In den Wettbewerben der sehbeeinträchtigten Sportlerinnen und Sportler wurden die Athletinnen und Athleten während der gesamten Strecke von ihren Guides begleitet, die Orientierung und Kommunikation sicherstellten.
Mit seinen anspruchsvollen Strecken und dem hohen körperlichen Einsatz gehörte der Para Langlauf zu den ausdauerintensivsten Disziplinen der Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026.
Para Eishockey in Mailand
Das Para Eishockey wurde in der Arena Santa Giulia in Mailand ausgetragen und zählte zu den spektakulärsten Wettbewerben der Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026.
Diese schnelle und körperbetonte Mannschaftssportart wird auf speziellen Schlitten gespielt und ermöglicht Athletinnen und Athleten mit Beeinträchtigungen der unteren Gliedmaßen Wettkämpfe auf höchstem Niveau. Männer und Frauen können gemeinsam in derselben Mannschaft spielen.
Das Turnier umfasste:
- Gruppenphase
- Halbfinale
- Medaillenspiele
Jede Begegnung bestand aus drei Dritteln von jeweils 15 Minuten. Die Spielerinnen und Spieler verwendeten zwei Schläger: einen mit Metallspitzen zur Fortbewegung auf dem Eis und einen zweiten zum Führen, Passen und Schießen des Pucks.
Schlussfeier in Cortina d'Ampezzo
Die Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 gingen am 15. März 2026 mit der Schlussfeier in Cortina d'Ampezzo zu Ende.
Die Abschlussveranstaltung würdigte Athletinnen und Athleten, Volunteers sowie Delegationen aus aller Welt und ließ zehn Tage voller spannender Wettkämpfe, bewegender Momente und außergewöhnlicher sportlicher Leistungen Revue passieren.
Mit Musik, künstlerischen Darbietungen und offiziellen Zeremonien verabschiedete Cortina die Spiele und setzte zugleich ein starkes Zeichen für Inklusion, Chancengleichheit und die verbindende Kraft des Sports.
Das Vermächtnis der Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026
Die Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 zählen zu den bedeutendsten Sportveranstaltungen, die jemals in Italien ausgetragen wurden. Sie haben nicht nur den paralympischen Wintersport weltweit stärker ins Bewusstsein gerückt, sondern auch die Werte von Inklusion, Barrierefreiheit und Chancengleichheit nachhaltig gefördert.
Die Austragungsorte Mailand, Cortina d'Ampezzo und Tesero im Herzen der Dolomiten begrüßten tausende Zuschauerinnen und Zuschauer sowie hunderte Athletinnen und Athleten aus aller Welt. Damit festigten sie ihre Rolle als international anerkannte Destinationen für große Wintersportveranstaltungen.
Das Vermächtnis der Spiele reicht weit über die errungenen Medaillen hinaus. Mailand Cortina 2026 förderte den Ausbau barrierefreier Infrastrukturen, stärkte die Sichtbarkeit des paralympischen Sports und unterstrich die Bedeutung der Dolomiten als erstklassige Destination für Sporttourismus und internationale Großveranstaltungen.
Auch in Zukunft werden die Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 als Beispiel für sportliche Spitzenleistungen, Innovation und gelebte Inklusion in Erinnerung bleiben und kommende Generationen von Athletinnen, Athleten und Wintersportbegeisterten inspirieren.