Ausgehend von Fedare (2000 m), unter den letzten Kehren zum Passo Giau, folgt der Weg dem Pfad, der neben der Sesselliftstation Fedare–Forcella Nuvolau beginnt. Die Richtung führt zur kleinen Alpenkapelle zu Ehren der Gefallenen, die mit ihrer Panoramalage das Tal überragt.
Beim sanften Anstieg öffnet sich die Landschaft zu den Überresten der alten gepflasterten Militärstraßen, die während des Ersten Weltkriegs gebaut wurden. Auf diesen strategischen Wegen zogen italienische Soldaten die Artillerie zu den geschützten Stellungen entlang des Kamms. Wenig weiter erscheinen Fundamente, Schützengräben und militärische Anlagen, die zwischen Monte Pore, Monte Averau und dem Jof de Melei in den Fels gearbeitet wurden – noch heute gut sichtbare Zeugnisse der Dolomitenfront.
Von diesen Positionen aus beschoss die italienische Artillerie unablässig die Hänge des Col di Lana, eines Symbolbergs des Krieges, der hartnäckig von den k.u.k.-Truppen verteidigt wurde. Nach wenigen Minuten erreicht man das Rifugio Averau, einen natürlichen Aussichtsbalkon über die Dolomiten. Wer rechts abbiegt, gelangt über eine breite Maultierstraße bequem zurück nach Fedare.