Der Monte Pramaggiore zählt zu den faszinierendsten Skitourenzielen in den Friauler Dolomiten. Die Route ab Forni di Sopra führt durch das stimmungsvolle Suola-Tal, erreicht die Flaiban-Pacherini-Hütte und steigt weiter zu Scharten und Hängen auf, die großartige Ausblicke und lohnende Abfahrten bieten.
Aufstieg: vom Suola-Tal zu den Scharten des Pramaggiore
Vom Tagliamento-Brücke folgt man der Palas-Forststraße, die meist bis Ende April schneebedeckt ist. Der Anstieg führt durch das Suola-Tal entlang des Sommerwegs bis zur Pacherini-Hütte – ein idealer Ort für eine kurze Pause.
Ab der Hütte bieten sich zwei Varianten:
- Unter der Siòn–Torrione-Comici-Wand, direkter und landschaftlich eindrucksvoll
- Über die Hänge unterhalb der Cima di Suola, breiter und gleichmäßiger
- Vor dem Passo di Suola wählt man je nach Bedingungen:
- Forcella Sidòn → die technischere Variante, für erfahrene Skitourengeher
- Höhe 2058 m unter dem Monte Rua → die einfachere und sicherere Alternative
Von hier gelangt man zur Forcella Pramaggiore und folgt anschließend dem Sommerweg bis zum Gipfel des Monte Pramaggiore. Auf dem letzten Abschnitt müssen die Ski getragen werden; Liebhaber steiler Abfahrten können sie für die Gipfelrinne mitnehmen.
Ausrüstung und Sicherheit
Für diese Tour sind alpine Erfahrung und geeignete Ausrüstung erforderlich:
- Eispickel
- Steigeisen
- Seil (empfohlen bei harter Schneedecke oder ausgesetzten Passagen)
In der Nähe der Scharten kann der Schnee – besonders im Frühling – sehr hart sein: Häufig müssen die Ski am Rucksack befestigt und die Steigeisen angelegt werden.
Ein früher Start ist entscheidend, um auf dem Rückweg im Suola-Tal matschigen Schnee zu vermeiden.
Abfahrt: Rinnen und weite Hänge zurück nach Forni di Sopra
Vom Gipfel fährt man durch verschneite Rinnen ab und hält dabei eine leicht linke Linie, bis man erneut die Forcella Pramaggiore erreicht.
Hier hat man zwei Möglichkeiten:
- Forcella Sidòn → für alle, die steilere Hänge bevorzugen
- Höhe 2058 m → die bequemere und sicherere Variante
Der Rückweg folgt der Aufstiegsroute, mit der Möglichkeit, über die sanften Grua-Hügel zu schwingen, bevor man ins Suola-Tal zurückkehrt und nach Forni di Sopra abfährt.