Der Anstieg zur Seiser Alm (1844 m) gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen für alle, die gerne durch außergewöhnliche Alpenlandschaften radeln. Die Route beginnt an der Abzweigung nach Seis, etwas oberhalb von Kastelruth (1090 m), und führt über eine perfekt asphaltierte Straße auf das größte Hochplateau Europas. Die durchschnittliche Steigung beträgt 8,2 %, mit Spitzen von 10–11 % auf den anspruchsvollsten Abschnitten.
Ein gleichmäßiger Anstieg inmitten der Dolomitenlandschaft
Der Anstieg erstreckt sich über etwa 9 km, sehr regelmäßig, ohne extreme Rampen, aber auch ohne echte Erholungsphasen. Nach dem kleinen Ort St. Valentin taucht die Straße in den Wald ein und wechselt zwischen Kehren und kurzen Geraden, mit herrlichen Ausblicken auf den Schlern, auf Seis und ins Tal Richtung Bozen.
Der anspruchsvollste Abschnitt befindet sich kurz nach dem Hotel Gstatsch, wo die Steigung auf rund 500 Metern fast 11 % erreicht. Nach der Frommer Alm (1684 m) öffnet sich der Blick und das Ziel wird sichtbar: das Hochplateau der Seiser Alm, das nach der letzten Gruppe von Kehren und den ersten Parkplätzen erreicht wird.
Der Ankunftspunkt liegt beim Informationszentrum, wo das Fahrverbot für private Autos beginnt. Von hier aus eröffnet sich eines der ikonischsten Dolomitenpanoramen, dominiert vom Schlern, dem Langkofel und dem Plattkofel.
Empfohlene Varianten und Abzweigungen
Auf der Alm kann man zwei Hauptstrecken weiterfahren, beide für den privaten Verkehr gesperrt:
- Richtung Saltria: eine fast flache Asphaltstraße mit spektakulären Ausblicken auf den Langkofel.
- Richtung Goldknopf (2145 m): rechts vom Informationszentrum; der erste Abschnitt ist eine abfallende Schotterpassage, danach folgt ein steilerer Anstieg bis zum Bereich der Liftanlagen.
Beste Zeit für den Aufstieg
Um das Erlebnis voll auszukosten, empfiehlt es sich, die Hochsaison zu meiden: der Verkehr zur Alm kann sehr stark sein und die Fahrt weniger angenehm machen. Die besten Monate sind Juni und September, wenn die Almwiesen in voller Blüte stehen und die Ruhe der Dolomitenlandschaft besonders intensiv ist.