Wanderungen

Rosengarten Latemar: Viertageswanderung

Stunden:

01:00

Viertageswanderung im Rosengarten und Schlerngebiet

Die Rundwanderung dauert vier Tage, es muss also 3 mal genächtigt werden. Es empfiehlt sich, die Nächtigungen bereits vorher zu buchen und sich zu erkundigen, von wann bis wann die Schutzhäuser ihren Betrieb führen; die Telefonnummern finden Sie weiter unten.
Der Rundgang wurde so gewählt, dass keine Klettersteige und -passagen zu bewältigen sind. Zwar kommen Sie an einigen Stellen vorbei, die mit einem Drahtseil abgesichert sind, doch handelt es sich dabei nicht um Klettersteige. Diese Abschnitte sind für einen Durchschnittswanderer bedenkenlos zu meistern.
Da die Begehung dieser Wanderrouten viel Kondition erfordert und man teilweise im hochalpinen Gelände unterwegs ist, sollten Erfahrung, Schwindelfreiheit und eine entsprechende Ausrüstung Grundvoraussetzung für deren Begehung sein. Auch bei Schlechtwetterperioden ist die Runde nicht empfehlenswert.

1. Tag: Welschnofen - Hirzlsteig - Rotwandhütte

  • Ausgangspunkt: Großer Parkplatz neben dem Tourismusbüro Welschnofen-Karersee, 1160 m
  • Übernachtung: Rotwandhütte (2283 m) - Tel. 0462 764450
  • Höchster Punkt: Kölner Hütte, 2339 m
  • Einkehrmöglichkeiten: Heinzen Alm, Gasthof Jolanda, Kölner Hütte, Paolina-, Pederiva- und Rotwandhütte
  • Länge: 14 Km
  • Gehzeit: 8 Stunden

 

Start in Welschnofen am großen Parkplatz (1156 m) neben dem Tourismusbüro, dort wo auch die Busse stehen. Wir wählen den breiten Weg, rechts des Locherer Baches bis zur Talstation des Sesselliftes Laurin I. Dort queren wir die Holzbrücke und gehen über den breiten Schotterweg - jetzt links des Baches - bis nach ca. 1,5 km in einer markanten Linkskurve eine schmale Holzbrücke über den Bach führt.
Wir folgen dem Weg Nr. 2T, der rasch steiler wird. Einkehrmöglichkeit auf der Heinzen Alm (1680 m), siehe Beschilderung. Von dort über die Kölblegg Wiesen zum Gasthof Jolanda (Niger Straße muss gequert werden). Über einen alten Militärweg - kurz vor dem Gasthaus nach links über die Wiese - gehen wir weiter zum Schutzhaus Kölner Hütte (2339 m), die in manchen Karten als Rosengartenhütte bzw. als Rif. A. Fronza eingetragen ist. Über den Hirzlsteig - Weg Nr. 549 - führt uns der Weg am Wandfuß der westlichen Rosengartengruppe entlang.
Unterhalb der Tscheinerspitze, gabelt sich der Weg und es besteht die Möglichkeit, entweder den Weg Nr. 552 zur Paolinahütte (2125 m) zu nehmen oder auf dem Weg Nr. 549, dem etwas schmäleren oberen Hirzlsteig zu bleiben. Der letzt genannte ist etwas exponierter, aber sehr gut gesichert (Vorsicht bei nassem Untergrund). Die beiden Wege treffen sich am Christomannos-Denkmal (2349 m) wieder. Der Masarè-Steig bringt uns nach ca. 2 km zur Pederivahütte (2273 m) (keine Möglichkeit zum Übernachten) und Rotwandhütte (2283 m), dem ersten Nachtquartier mit herrlichem Ausblick rund auf die umliegende Bergwelt.

2. Tag: Rotwandhütte - Santnerpass - Vajolettürme - Vajolethütte

  • Ausgangspunkt: Rotwandhütte, 2283 m
  • Übernachtung: Vajolethütte (2243 m) - Tel. 0462 763292
  • Höchster Punkt: Santnerpass, 2734 m
  • Einkehrmöglichkeiten: Preuss-, Vajolet-, Gartl- und Santnerpasshütte
  • Länge: 10 Km
  • Gehzeit: 6,5 Stunden

 

Start in Richtung Mugonispitze Weg Nr. 541. Nach ca. 1 km rechts abbiegen und an der markanten Felsspitze vorbei, durch einen kurzen, imposanten Felstunnel auf den Cigoladepass (2550 m). Abstieg und an der östlichen Rosengartengruppe vorbei bis zur Preuss- und Vajolethütte (2243 m) - der Stopp der zweiten Etappe.
Wenn man sich dort zunächst einquartiert, kann man anschließend mit einem viel leichteren Rucksack den Aufstieg durch das Vajolettal zum Santnerpass/Santnerpass Hütte (2734 m) antreten, vorbei an der Gartlhütte (2621 m) und an den weltberühmten Vajolettürmen - in beiden Häusern sind Nächtigungen möglich!
Am Santnerpass wunderbarer Ausblick! Rückkehr auf dem selben Weg zur Vajoletthütte, dort Nächtigung.

3. Tag: Vajoletthütte - Grasleitenpasshütte - Tierser-Alpl-Hütte - Petz - Schlernhaus

  • Ausgangspunkt: Vajolethütte, 2243 m
  • Übernachtung: Schlernhaus, Tel. 0471 612024
  • Höchster Punkt: Grasleitenpass, 2600 m
  • Einkehrmöglichkeiten: Grasleitenpasshütte, Tierser-Alpl-Hütte, Schlernhaus
  • Länge: 10 Km
  • Gehzeit: 6 Stunden

Aufbruch zum Grasleitenpass und der gleichnamigen Schutzhütte (2600 m). Abstieg in Richtung Molignon Pass und Tierser-Alpl-Hütte; erste Abzweigung nach rechts, Weg Nr. 554. Aufstieg zum Molignon Pass (2598 m) und weiter zur Tierser-Alpl-Hütte (2440 m). Von dort über den Weg Nr. 4 zum Schlernhaus (2457 m).
Ein letzter Aufstieg zum Petz (2563 m), dem flachen Gipfel des Schlern, ist ein absolutes Muss. Ausblick nach Kastelruth, Seis, ins Eisacktal... und in die umliegende Bergwelt. Rückkehr zum Schlernhaus.

4. Tag: Schlernhaus - St. Zyprian - Nigerpass - Welschnofen

  • Ausgangspunkt: Schlernhaus, 2457 m
  • Höchster Punkt: Schlernhaus, 2457 m
  • Einkehrmöglichkeiten: bis nach St. Zyprian keine, dann mehrere, Nigerpasshütte, Hotel/Restaurant Rosengarten
  • Länge: 12 Km (über Weg 4D 13 Km)
  • Gehzeit: 6,5 Stunden (über Weg 4D 10 Min. länger)

Abstieg vom Schlern über den Tschafatschsattel (2070 m) durch die Bärenfalle nach Weißlahnbad (steiler Weg!) und weiter bis nach St. Zyprian (1100 m), Weg Nr. 2. Von dort bieten sich mehrere Möglichkeiten, nach Welschnofen zurückzukehren. Eine davon, die direkteste Variante, wird hier vorgestellt. An der Kapelle vorbei, führt rechts unterhalb der Dorfstraße - nahe der Jugendherberge - der Weg Nr. 1 T zum Nigerpass (1688 m).
Am Pass angekommen, haben wir in der Nigerhütte die letzte Einkehrmöglichkeit vor Welschnofen. Der Weg Nr. 1N führt über einem breiten Weg zum Hotel/Restaurant Rosengarten in Welschnofen. Um von dort zum Auto zurückzukehren, wählt man entweder den Weg von Tag 1 - links des Locherer Baches bis zum großen Parkplatz - oder man zieht als Alternative den wunderschönen Panoramaweg Nr. 4D vor. Der Weg beginnt am äußersten Rand des Hotelparkplatzes, wobei man unmittelbar am Hotel vorbei wandern muss. Der Weg führt durch einen lichten Wald ins Dorf. Dabei wandert man stets auf einem gepflegten Waldweg, vorbei an traditionellen alten Bauernhöfen. Sitzbänke laden zum Verweilen und Genießen ein.
Kurz vor dem Hagnerweg trifft man auf ein kurzes asphaltiertes Straßenstück, das als Zufahrt dient. Der Hagnerweg wird überquert und man gelangt über eine Holzbrücke erneut in ein Waldstück und kommt nach ca. 500 m an ein altes hölzernes Wegkreuz.
Der Weg führt nun ca. 100 m relativ steil nach unten. Wo der Weg wieder flach wird und eine Kurve bildet, muss ein kleines Bächlein gequert werden. Achtung: nach dem Bächlein verlassen wir die Promenade und biegen links ab. Der Weg führt den Bach entlang ins Dorf, bis zum Tourismusbüro.