Sports

Hochpustertal Tour

Schwierigkeitsgrad:

Difficile

Länge:

68 km

Höheunterschied:

1630 m

Stunden:

06:00

Schwierige Tour die aber wunderschöne Aussichten verspricht
Länge
: 68 km
Höhenunterschied: 1630 m
Fahrzeit: 5 h

Dicke Regentropfen peitschen in die riesige, tiefe Wasserpfütze vor meinen Füßen, direkt neben dem Vorderreifen meines Mountainbikes. Schnell schieb ich das Fahrrad unter das Vordach. Gerade noch hatten wir es in die Hütte geschafft. Ein "sommerlicher Regenschauer" nennt sich das also. So lese ich am ausgehängten Wetterbericht neben der Eingangstür der Plätzwiesehütte auf 2000m.
Bei herrlichem Wetter unter majestätischen Felsgipfeln starteten wir am frühen Morgen in Sexten, der Ortschaft am Fuße der Dreizinnen. Am Fahrradweg ging es rasant bergab Richtung Innichen und am Talboden des Pustertals flach weiter nach Toblach. Wie Wachmänner an unserer Seite flankierten die Kalkgipfel rund um das Haunold Massiv unsere Fahrt.

Als äußerst interessant stellte sich der Verlauf der Fahrt durch das Höhlensteintal auf der alten Eisenbahnstrecke Toblach - Cortina heraus. Im Toblacher- und im Dürrensee spiegelten sich in türkisblauem Wasser die in unendlicher Anzahl scheinenden schroffen Spitzen der umliegenden Berge. Kurz hinter Schluderbach war es aber dann Schluss mit dem "Cruising" in wildromantischen Gedanken. Irgendwo müssen die Höhenmeter ja her! Der Anstieg verlief auf einer angenehm angelegten Militärstrasse aus dem ersten Weltkrieg. Schöner Schotter lässt die sechshundert Höhenmeter am Stück bis zur Plätzwiese und der gleichnamigen Hütte nicht zur Qual werden.
Nach optimal getimter Pause - Der Regen hat sich wieder verzogen und die ersten Sonnenstrahlen brachen durch die Wolken. Die Hohe Geisel, ein Koloss aus rotem Kalkstein genau gegenüber, zeigte sich von seiner farbenprächtigsten Seite, während wir zum Downhill der extraklasse ansetzen. Zur Auswahl steht ein schmaler Single Trail (...die Hüttenwirtin gibt die Details gerne weiter...), ein breiter Karrenweg oder die Asphaltstrasse bis Brückele im Pragser Tal. Auf leichten Radwegen, Schotter und Asphalt führt die Route nach Niederdorf, Toblach und nach Sexten zurück.