Radsport

Drauradweg

Schwierigkeitsgrad:

Facile

Länge:

366 km

Höheunterschied:

674 m

Stunden:

01:00

Der sogenannte Drauradweg startet bereits von Bruneck im Pustertal, führt dann über Sillian und Lienz in Osttirol nach Villach in Kärnten, weiter entlang der Drau über Völkermarkt nach Slowenien. Die Tour, die ich euch heute vorstelle ist allerdings nur eine Teilstrecke dieses 460 km langen Drauradweges. Eine Tour mit keinen nennenswerten Steigungen - ausgenommen zwischen Bruneck und Toblach. Meist radeln wir flach bis leicht bergab dahin, auf verkehrsarmen Nebenwegen Gut ein Drittel der Strecke weist einen Sand- oder Schotterbelag auf, der Rest ist asphaltiert.

Wir starten unsere Radtour in Bruneck - am besten am Bahnhof. Unser erste Ziel ist der kleine Ort Reischach oberhalb von Bruneck. Dort angekommen geht's durchs Dorfzentrum weiter nach Osten hin. Eine Wanderwegweisung zeigt uns den Weg nach Percha und Olang. Die Strecke, die nun auf uns wartet - bis nach Innichen - ist zum großen Teil sehr fahrradfreundlich und führt durch die einmalige Landschaft der Dolomiten.

Von Perch aus führt der Radweg, unterbrochen durch zwei kurze Anstiege, am Waldrand entlang. Es geht weiter nach Niederolang über Mitterolang nach Oberolang - auf der rechte Seite bietet sich uns ein herrlicher Blick in die Dolomiten.
Auf dem nun folgenden Streckenabschnitt nach Welsberg folgt ein landschaftlich besonders schöner Abschnitt. Da kann einem selbst der 1,5 km lange Anstieg nichts anhaben. Einmal den Gasthof Saller erreicht, beginnt eine lange Abfahrt mit zwei Haarnadelkurven Richtung Welsberg. Von dort geht es wieder leicht bergauf Richtung Prags; und bis wir zu einer holprigen Abfahrt ins Pragser Tal kommen, geht's flach weiter. In Prags angekommen beginnt die blaue Beschilderung des "Hochpustertaler Radweges" Richtung Niederdorf. Ist man einmal dort, hat man die Wahl zwischen einer leichten Route nach Toblach oder die etwas kürzere, dafür aber hügeligere Route über Bad Maistatt. Für welchen Weg auch immer man sich entscheidet - ab Toblach folgen wir der Radwegbeschilderung und fahren weiter Richtung Toblacher See; bis wir die Höhlensteinstraße erreichen, wo die beiden Varianten wieder zusammen treffen.

Der Weg nach Innichen ist abwechslungsreich: schmale Asphaltstraßen wechseln mit kurvigen Wegen über schöne Wiesen und malerische Nebenstraßen ab.
Wer Lust hat, kann in Innichen eine kleine Verschnaufpause einlegen und die bekannte Stiftskirche und das dazugehörige Stiftmuseum besuchen. In letzterem können alte Landkarten, Handschriften und auch ein prächtiges Reliquienkreuz aus dem 14. Jahrhundert bestaunt werden.
Wir verlassen Innichen in östlicher Richtung, radeln immer geradeaus und kommen auf einen verkehrsfreien Radweg. Links an der Hauptstraße sieht man in einiger Entfernung ein italienisches Kriegerdenkmal. So erreichen wir den kleinen Ort Vierschach mit einer Kapele auf einem Hügel über dem Dorf. Wir durchradeln die Ortschaft, weiter nach Winnebach. Knapp einen Kilometer fahren wir nun an der stark befahrenen Straße bis zur italienischen Grenzstation. Kurz danach kommen wir zur österreichischen Grenzstation. Diese passiert folgen wir den Radwegweisern Richtung Lienz.Osttirol. Es ist dies jener Teil Südtirols, der nach der Besetzung Südtirols durch die Italiener nach dem Ersten Weltkrieg bei Österreich blieb. Die erste Ortschaft, die wir nun auf österreichischer Seite erreichen ist Sillian.
Der Drauradweg folgt hier vorerst dem linken Ufer und ist mit kleinen grünen Tafeln beschildert. Weiter geht's nach Heinfels - jener Ort, der für die sogenannte "Bunbrugge" bekannt ist, eine alte, 66 m lang überdachte Holzbrücke über den Villgrattenbach. Wir erreichen nun der Reihe nach die Ortschaften Strassen, Abfaltersbach, Thal, Amlach und schließlich Lienz.
Ab Abfaltersbach erwartet uns ein besonders reizvoller Abschnitt: für 22 km können wir dem sehr gut angelegten Radweg folgen, der am rechten Ufer zwischen der hier noch reißenden Drau und den teilweise steilen Hängen der Lienzer Dolomiten entlangführt.
Schließlich erreichen wir unser Ziel: Lienz, die 750 Jahre alte Stadt, welche am Zusammenfluss von Isel und Drau am Fuße der Lienzer Dolomiten.