Motorrad

Motorradtour: Von Trient nach Bozen auf der Weinstraße und dem Ketschnweg

Länge:

250 km

Stunden:

00:00

Schematische Routenbeschreibung

  • Der Ausgangsort ist Trient. In die s.s. 12 vom Brenner einfahren.
  • In Lavis auf der s.s. 612 Richtung Valle di Cembra wenden.
  • Richtung Faedo abbiegen und weiterfahren, bis man San Michele all'Adige erreicht.
  • Entlang der s.s. 43 nach Mezzolombardo den Schildern folgend zur Autobahn fahren.
  • Die s.s. 43 verlassen und Richtung Schloss Thun wenden.
  • Zur s.s. 43 nach Mezzocorona zurückfahren.
  • In Mezzocorona die wieder s.s. 43 und danach die s.s. 12 nach Bozen einschlagen.
  • In Salurn in die Weinstrasse einfahren.
  • Entlang der Weinstrasse durch die Ortschaften Kurtinig, Margreid, Kurtatsch, Tramin und Kaltern fahren.
  • In Kaltern weiter Richtung Mendelpass Fahren.
  • Vom Mendelpass nach Fondo ins Nonstal herunterfahren.
  • An Castelfondo, Proves, Lauregno vorbei fahren.
  • Entlang der Verbindungsstraße vom Nonsberg ins Ultental nach St. Pankraz fahren.
  • Durch Lana, Marling, Forst, Algund bis Meran fahren.
  • In Meran durch Riffian-St Martin bis St. Leonhard-Moos in Passeier fahren.
  • Über den Jaufenpass durch Sterzing, Freienfeld, Mauls, Franzensfeste bis Brixen fahren.
  • Von Brixen nach Klausen und Felthurns fahren.
  • Nach Klausen zurückfahren und nach Waidbruck wenden.
  • In Waidbruck weiter durch Barbian, Ritten und Klobenstein fahren.
  • Von Klobenstein nach Bozen herunterfahren.

Vollständige Beschreibung

Der Ausgangsort dieser Motorradroute ist die Stadt Trient. Eine Stadt, in der die italienische und die mitteleuropäische Kultur sich treffen, im Herzen der Bergen, mit vielen Palästen, Denkmälern, Museen und malerischen Plätzen.

Auf der Staatsstraße 12 vom Brenner gelangt man auf die Weinstraße. Die weitere Strecke führt durch die typischen Ortschaften Lavis und Cembra. Die letze ist die Hauptstadt des Tals Val di Cembra und liegt auf einer breiten Terrasse am Füße des Bergs Monte Cembra (1250 m). Danach erreicht man  Faedo mit seinen hübschen alten Steinhäusern und seinen engen Gässen.
Man fährt weiter an den Weinbergen vorbei, bis man San Michele all'Adige erreicht. Hier kann man das interessante Trentiner Heimatkundemuseum (Museo degli usi e costumi della Gente trentina) besichtigen, das im alten Augustinerkloster untergebracht ist. Das "Istitutio Agraio di San Michele all´Adige" ist ein landwirtschaftlicher Lehr- und Versuchsanstalt mit einer langer Tradition. Hier besteht die Möglichkeit, Weine und Brände zu verkosten und zu kaufen.
Die Fahrt geht weiter zum Weinbaugebiet Piana Rotaliana, mit zahlreichen Weinkellern und Restauranten, für eine genussvolle Pause. In Vigo di Ton erhebt sich das Schloss Thun, ein viereckiger Baronsitz inmitten einer Festung mit Hebebrücke, gotischen Spitztürmen und Burggraben. Heute gehört das Schloss der Provinz und kann besichtigt werden.

Die Staatsstrasse 43 führt nun über Salurn, Kurtinig, Margreid und Kurtatsch, entlang der Weinstrasse. Salurn liegt 224 m über dem Meeresspiegel nördlich der gleichnamigen Salurner Klause, die den Berührungspunkt zwischen dem italienischen und dem deutschen Sprachraum und nicht nur Südtirols südlichsten Punkt, sondern auch jenen des gesamten deutschsprachigen Gebiets im Alpenraum darstellt. Der Ort liegt inmitten des Naturparks Trudner Horn.
Hier gibt es noch die ursprüngliche Natur, weit weg von Lärm und Hast. Man kann einfech in einem Biergarten sitzen und entspannen, indem man die typischen Weinen (Cabernet, Merlot oder Grauvernatsch) verkostet.

Der Dorf Tramin führt Sie wieder ein Stückchen näher an den italienischen Süden. Der aromatisierte Weißwein Gewürztraminer hat hier seinen Ursprung. Weiter geht es nach Kaltern in der ältesten Weinbauregion im deutschsprachigen Raum, die Heimat des Weines "Kaltersee" und der Sitz eines interessanten Weinmuseums.
Die Tour führt nun über den Mendelpass, der sich zwischen den Bergen Penegal und Roen befindet. An Castelfondo, Proves, Lauregno vorbei und weiter entlang der neuen Verbindungsstraße vom Nonsberg ins Ultental erreicht man St. Pankraz und Lana, das mitten in einer charakteristischen Obstwiesen-Landschaft liegt. Weiter geht es durch Obstgärten vorbei an Marling, Forst und Algund bis Meran.
Meran, am Zusammenfluß von Passer und Etsch, ist eine Kurstadt, die durch das günstige Klima und den Genuß von Traubensaft und Heilwasser, ein idealer Ort für Erholungssuchende ist. Geprägt wird die Meraner Altstadt von der langen Laubengasse und der Pfarrkirche St. Nikolaus. Die Landesfürstliche Burg, die wie ein verwunschenes Dornröschenschloss anmutet, ist ein Juwel der Profanbaukunst mit gotischen Einrichtungsgegenständen. Der Pferderennplatz Mais (1935) hingegen zählt zu den größten und schönsten Pferdesportanlagen Europas und bietet ein reiches Veranstaltungsprogramm. An der Postbrücke angekommen, hat man die Wahl zwischen der "Winterpromenade" am rechten Passerufer und der "Sommerpromenade" am linken Passerufer. Meran ist auch wegen seiner mittelalterlichen Festungen bekannt, sowie wegen der Traubenfest im Herbst.


In Meran fährt man dann durch den Passeirer-Tor der Ausschilderung nach Jaufenpaß/Timmelspaß/Passeiertal über Riffian-St Martin bis St. Leonhard-Moos in Passeier folgend weiter, und dan hinauf bis zum St. Leonhard, der Hauptort des Passeiertales. Das Dorf liegt an der Gabelung zum Timmelsjoch (führt nach Österreich) und zum Jaufenpass (führt nach Sterzing) und direkt am Naturpark Texelgruppe.
Die Tour geht weiter über den Jaufenpass, der seine Tücken hat und für Ungeübte nicht einfach zu befahren ist, nach Sterzing im Eisacktal. Diese kleine Alpenstadt, einst Sitz von Kaisern und Königen, ist heutzutage ein kleines Juwel, reich an kunsthistorischen Schätzen, wie z. B. das berühmte Multscher Museum, das Bergwerkmuseum sowie die Pfarrkirche aus dem 15. Jhd., die Hl.-Geist Spitalkirche.

Das Eisacktal ist wegen seiner Weißweine (Weißburgunder, Sylvaner, Müller Thurgau, Kerner, Chardonnay) bekannt. Die Weinliebhabern können die edlen Tropfen sowohl direkt bei den Produzenten als auch in einer der Vinotheken probieren und kaufen. Das ganze Jahr durch finden kulinarische Veranstaltungen im Eisacktal statt unter anderem die Eisacktaler Kost , Sunnseitn Apfelwoche, Sterzinger Knödeltage, Joghurttage in Sterzing und Umgebung und die Eisacktaler Törggelen.

Anschließend geht die Fahrt weiter, vorbei an Freienfeld und Franzensfeste nach Brixen. Brixen ist ein sonniger Ort und liegt am Zusammenfluss von Eisack und Rienz. Seine wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind: der Dom, die Hofburg, der Kreuzgang, die Liebfrauenkirche. Die Deckenmalerei des Doms stammt von Paul Troger, einer der bekanntesten Künstler Südtirols. Die Hofburg war einst Sitz der Bischöfe und der geistlichen Verwaltung der Diözesen. Der Kreuzgang, der früher für Prozessionen und Begräbnisstätte der Domherren verwendet wurde, ist eines der bemerkenswertesten Werke der kirchlichen Baukunst.
Die Liebfrauenkirche diente als fürstbischöfliche Hauskapelle.
Wir verlassen Brixen und fahren in das nur 10 km entfernte Städtchen Klausen, der Mittelpunkt und zugleich Herzstück des unteren Eisacktals. Gasthäuser haben hier seit Jahrhunderten berühmte Gäste beherbergt.
Oberhalb von Klausen und Brixen befindet sich Feldthurns mit herrlichem Blick auf die Geislergruppe. Hier fällt sofort ein imposanter Komplex auf, der erst 1982/83 renoviert wurde: Schloß Velthurns. Das Bauwerk ist heute ein wohlbehütetes Juwel der Renaissance-Baukunst und beherbergt das Heimatmuseum Feldthurns.
Die Route führt weiter am großen Elektrizitätswerk vorbei nach Waidbruck, das von der Wolkensteiner Trostburg bewacht wird, der hoch über dem Eingang ins Grödental liegt. Der letzte Teil der Reise führt durch Barbian Richtung Ritten zum Hauptort Klobenstein. Davor sollte man aber die Erdpyramiden des Ritten besichtigen, die größten und schönsten in ganz Südtirol. Unterhalb von Oberbozen und zwischen Lengmoos und Mittelberg kann man sie leicht finden. Die letzten Kilometern, bevor man Bozen, die Hauptstadt Südtirols, erreicht, mit ihren Weinbergen und den Felsen des Rosengartens als leuchtender Hintergrund, sind ein besonderes Erlebnis.

Wer nach Bozen fährt, landet über kurz oder lang auf dem Waltherplatz. Auf der südwestlichen Seite des Platzes erhebt sich der mächtige gotische Bau des Doms zu Maria Himmelfahrt. Vom Dominikanerolatz, mit einer anderen mächtigen gothischen Kirche, führt die Goethestraße auf dem bunten und lebhaften Obstmarkt. Geht man den Obstmarkt in Richtung Norden weiter, gelangt man in die Franziskanergasse, wo sich die gleichnamige Kirche mit Kreuzgang befindet. Westlich des Rathausplatzes beginnt die berühmte Laubengasse, welche die wohl meist besuchte Straße der Stadt ist.