Motorrad

Motorradtour: Von Conegliano nach Corvara, auf die Pässe des Giro d'Italia

Länge:

168 km

Stunden:

01:00

Schematische Routenbeschreibung

  • Abfahrt in Conegliano.
  • Auf der s.s. 51. Von Vittorio Veneto fahren.
  • Den Passo Faldalto überschreiten und Ponte nelle Alpi erreichen.
  • Auf der s.s. 51 Richtung Longarone fahren.
  • Auf der s.s. 251 fahren, bis man Forno di Zoldo erreicht.
  • An Villa di Zoldo vorüberfahren, Forcella Staulanza (mt. 1773) überschreiten und bis Selva di Cadore (s.s. 251) fahren.
  • Auf der s.s. 251 Colle Santa Lucia erreichen.
  • Auf der s.s. 641 nachh Caprile, Rocca Pietore und Malga Ciapela fahren und Passo Fedaia (mt. 2057) überschreiten.
  • Auf der s.s. 641 nach Canazei herunterfahren.
  • Auf der s.s. 48 bis Passo Pordoi (mt. 2239) und weiter Richtung Pladen fahren.
  • Passo Campolongo (mt. 1875) überschreiten und auf der s.s. 244 bis Corvara in Hochabtei fahren.

Vollständige Beschreibung

Unsere Tour beginnt in Conegliano, in der Provinz Treviso. Die Stadt, mit römischer Ursprung, enthält zahlreiche bemalten Gebäude aus dem 15. Jhd, sowie den Sitz der Bruderschaft der Flagellanten aus dem Mittelalter.
Von Conegliano fährt man Richtung Vittorio Veneto weiter. Die Stadt entstand 1866 aus der Vereinigung zweier vorher unabhängigen Städten, namens Ceneda und Serravalle (altes römisches Castrum). Der Name Vittorio wurde gewält, um König Viktor Emanuel II zu ehren.
Durch Passo Fadalto erreicht man Ponte nelle Alpi und danach Longarone, dass uns an die traurige Katastrophe von Vajont  (9. Oktober 1963) erinnert. Heute ist das Dorf ein lebhaftes Zentrum mit einer überwiegend industriellen Wirtschaft, die sich auf Brillen-, Textil- und Elektronikindustrie sowie auf die Holzbearbeitung stützt.
Von hier aus fährt man nach Val Zoldana. Das Tal erstreckt sich entlang dem Fluss Maè. Die Aussicht ist wundervoll und die Wälder werden von den Bergen Civetta und Pelmo bis zu Forcella Staulanza beherrscht.
Die nächste Etappe ist Forno di Zoldo: Das Dorf war im 16. Jhd ein wichtiges Zentrum der Eisenverarbeitung und gehörte der Republik Venedig. Im Ortsteil Pieve di Zoldo befindet sich die Kirche von San Floriano, die ein bekanntes Altar von Andrea Brustolon aufbewahrt.
Von Forno di Zoldo gelangen wir in Selva di Cadore, eine Ortschaft, die viele Beispiele der traditionellen Alpenarchitektur aufbewahrt, wie alte Holz- und Steinhäuser, die Kirche von St. Lorenz und das Stadtmuseum von Val Fiorentina, mit dem Skelett und die Grabausstattung des berühmten Jägers "l'uomo de Mondeval", aus der Mittelsteinzeit, die 1987 in Mondeval de Sora, in der Nähe von Passo Giau, entdeckt wurden.
Durch Forcella Staulanza gelangt man nach Colle Santa Lucia, in das zauberhafte Paradies von Passo Giau auf 2000/2500 m Höhe, unter den Bergen Averau, Nuvolau und Fusela. Durch Passo Fedaia fährt man Richtung Canazei durch die Ortschaften Caprile, Rocca Pietore und Malga Ciapela. Ganz bestimmt lohnt es sich, diese Dörfer zu besichtigen, bevor man nach Canazei weiterreist.
In der Touristenortschaft Caprile befinden sich zahlreiche alte Häuser und von hier aus gelangt man am Füße der Marmolata. Im Dorf Rocca Pietore kann man in der Pfarrkirche aus der Spätgotik das Flügelaltar aus dem 15. Jhd bewundern.
Das Tal wird nun enger; man kann die Hauptstasse links verlassen, um in das Dorf Sottoguda zu gelangen: Hier kann man die tiefe Schlucht von Serrai di Sottoguda bewundern, wo der Wildbach 2 Kilometer entlang der Felswände runterfließt. Am Ende der Schlucht befindet sich die Kapelle von Malga Ciapela (der Name Ciapella stammt nämlich vom Wort cappella= Kapelle). Hier sieht man die Seilbahne, die nach Marmolada di Rocca führen, mit einem Tollen Blick auf den Dolomiten in unmittelbarer Nähe des breitesten Gletschers der Region.
Canazei ist die Sport- und Skihauptstadt vom Fassatal und wird im Südosten von der Momolata, im Nordosten von der Sellagruppe und im Nordwesten vom Langkofel beherrscht. Von hier aus fährt man auf der Staatsstrasse Richtung Passo Pordoi.
Durch Passo Pordoi gelangt man nach Pladen, eine berühmte Skiortschaft am Füße der Sellagruppe.
Man überschreitet Passo Campolongo und gelangt zur letzten Etappe unserer Tour, nämlich Corvara, einem bedeutenden Skigebiet vom Gadertal. Hier kann man die Kirche von St. Katharina aus dem Spätgotik besichtigen, um ihre prächtige Fresken zu bewundern.