Motorrad

Motorradtour: Vom Vinschgau nach Toblach

Länge:

440 km

Stunden:

00:00

Schematische Routenbeschreibung

Startpunkt am Reschenpass.
Nach Glurns und danach Richtung Taufers (in die Schweiz) herunterfahren.
Umbrailpass und Stilfserjoch überschreiten.
Nach Trafoi-Gomagoi herunterfahren nach Sulden abbiegen.
Nach Gamagoi zurückfahren und Richtung Prad am Stilfserjoch und Spondinig weiterfahren.
Richtung Meran und Bozen auf der s.s. 38 entlang dem Etschtal weiterfahren.
Von Bozen nach Seis und der s.s. 12 wenden.
Richtung St. Ulrich wenden.
In St. Ulrich in die s.s. 242 einfahren unddurch den Sellajoch Canazei erreichen.
In Canazei in die s.s. 641 einfahren zum Passo Fedaia einfahren.
Vom Passo Fedaia Alleghe herunterfahren.
In Rocca Pietore in die s.s. 203 zum Passo Falzarego einfahren.
Nach Pocol wenden und in die s.s. 638 nach Passo Giau und Selva di Cadore einfahren.
Von Selva di Cadore auf der s.s 51bis in Richtung Venas di Cadore nach Auronzo di Cadore weiterfahren.
Von Auronzo auf der s.s. 48 und 48bis zum Misurinasee weiterfahren.
Von Misurina zurück zur s.s. 48 und durch Passo delle Tre Croci. nach Cortina d'Ampezzo fahren.
In Cortina auf der s.s. 51 fahren bis man Toblach erreicht.

Vollständige Beschreibung

Die Motorradroute beginnt im Vinschgau (Südtirol) und zwar auf dem Reschenpass (1525 m Höhe), an der Grenze zwischen Österreich und Italien. Der Kirchturm im Reschensee ist das Wahrzeichen des Vinschgauer Oberlandes. Von hier aus fährt man nach Mals herunter, dann weiter zum mittelalterlichen Dorf Glurns, der kleinsten befestigten Stadt Tirols und Italiens. Sehenswert sind hier die Spuren des Dorfes aus dem XII Jahrhundert, die Laubengänge aus dem XIII Jahrhundert, die alten Wehrgänge, die Bürgerhäuser aus dem XVI Jahrhundert und die vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer. Bevor man nach Taufers im Münstertal, an der Grenze zum Schweizer Kanton Graubünden fährt, sollte man einen Besuch des nahegelegene Churburgs und des Klosters Marienberg (1336 m Höhe) nicht verpassen. Wenn man die Fahrt verlängert gelangt man nach Müstair, die östlichste Gemeinde der Schweiz, an der Grenze zu Italien/Südtirol.

Das Wahrzeichen von Müstair ist das Kloster St. Johann, das seit 1983 als UNESCO- Weltkulturerbe gilt. Der hohe kunsthistorische Rang wird vorab durch die karolingische Dreiapsidenkirche und ihre einzigartigen romanischen und karolingischen Wandmalereien bestimmt. Von hier aus führt die Tour nach Santa Maria, dem Hauptort des Münstertals. Hier sollte man einen Besuch in der Weberei nicht verpassen.
Nachdem man den Umbrailpass überschreitet- der den Übergang von der Schweiz nach Italien markiert, geht es über den Stilfserjoch in das Vinschgau weiter. Auf dem Joch genießt man einen außerordentlichen Blick auf den Ortlergletscher! Danach fährt man nach Trafoi, dem Heimatort des bekannten Skichampions Gustav Thöni, und dann nach Gomagoi und weiter nach Sulden. Zurück in Gomagoi fährt man weiter nach Prad am Stilfserjoch und Spondinig.

Auf diesem Weg erreicht man Meran, mit seinen zahlreichen Museen und Schlössern, und Bozen, die Hauptstadt Südtirols. Weiter gehts in Richtung Seis, ein sonniges Städtchen, Sitz der ehemaligen Herrschern, und zur Schlern Hochebene nach St. Ulrich. Diese Ortschaft ist für seinen Handwerk und für seine Wintersportarten bekannt. Wir empfehlen Ihnen, das Museum Grödeni n der "Cësa di Ladins" und die St. Jacobskirche zu besichtigen.

Von St. Ulrich fährt man auf der s.s. 242 nach Canazei, dem Hauptort des Fassatals, und biegt dann in die Staatsstrasse Richtung Passo Fedaia ab. Hier kann man auf 2057 m Höhe eine außergewöhnlich schöne Aussicht genießen.

Fanach fährt man nach Alleghe herunter. Es geht weiter über Passo Falzarego (2015 m Höhe) nach Pocol (1453 m Höhe) und dann über  Passo Giau (2233 m Höhe) nach Selva di Cadore. Der Dorf ist eine Besichtigung wert: Sowol wegen der zahlreichen Beispielen der traditionellen bäuerlichen Architektur, als auch wegen des Stadtmuseums der Val Fiorentina, mit dem Skelett und die Grabausstattung des sog. Mann aus Mondeval, eines Jägers aus der Mittelsteinzeit, die 1989 in Mondeval de Sora, in der Nähe von Passo Giau, entdeckt wurde.

Von Selva fährt man weiter durch das Tal Val Zoldana, Zoldo Alto und Forno di Zoldo Richtung Passo Cibiana. Nachdem man den Pass überschreitet hat befindet man sich bereits in Cadore. Cibiana ist der Ort der Wandmalerei; große Gemälde berühmter Maler zieren die Fassaden der Häuser. Dadurch ist Cibiana zu einem der faszinierensten Freilichtmuseen Italiens geworden. Man fährt weiter an Venas und Pieve di Cadore vorbei, bis man Auronzo di Cadore erreocjt. Bevor man aber durch Passo Tre Croci nach Cortina d'Ampezzo weiterfährt, sollte man einen Umweg nach Misurina machen, deren See von den Drei Zinnen von Lavaredo beherrscht ist.

Cortina ist ein echtes Ferienparadies, nicht nur wegen seinen zahlreichen Sportaktivitäten, sondern auch wegen seinen Sehenswürdigkeiten. Im historischen Gebäude "Ciasa de ra Regoles" sinddas Paläontologische Museum, das Völkerkundliche Museum von Ampezzo und das Museum für Moderne Kunst "Mario Rimoldi" untergebracht. Entlang dem Corso Italia befindet sich das Museum des Ersten Weltkrieg.

Danach erreich man Toblach: Diese kleine Stadt ist nur 18 Kilometer von Cortina entfernt und liegt zu Füßen von zwei herrlichen Naturparken, zum einen des Naturparks Sextner Dolomiten, zum anderen des Naturparks Fanes-Sennes-Prags. Die Ortschaft besteht aus zwei Teilen - nämlich Neu- und Alttoblach - und ist ein typisches Tiroler Dorf mit alten Strassen, wie die Graf Kunigl Strasse. Besonders sehenswert sind das historische Gebäude aus dem 16. Jhd., der älteste Kreuzweg Tirols und die Kapellen aus dem Jahr 1519.