Hofburg / Castello Vescovile

Der Brixner Wohn- und Verwaltungssitz des Bischofs, die Hofburg (1250), wurde zum repräsentativen Palast ausgebaut. 1803 endete die weltliche Herrschaft der Bischöfe, sie blieben seither auf geistliche Aufgaben beschränkt.

Heute beherbergt der Renaissance Bau das Diözesanmuseum, das mit seiner Sammlung mittelalterlicher Sakralkunst zu einem der bedeutendsten Häuser in Mitteleuropa zählt.

Von ihrer Geschichte zeugen Einrichtungsgegenstände, Textilien, Baupläne, Karten, Urkunden und Bilder in der historischen Abteilung. Die Kunstabteilung zeigt in Plastik, Malerei und Kunstgewerbe die Entwicklung sakralen Kunstschaffens von der Romanik bis zur Moderne. Überregionale Bedeutung haben die reiche Sammlung romanischer Kruzifixe und Madonnen, die Vielfalt gotischer Skultpuren und Tafelbilder, ergänzt durch mittelalterliche Handschriften. Im Domschatz werden kostbare Goldschmiedekreuze und Elfenbeinkunstwerke gezeigt. In der Kunst der Spätgotik im Brixner Raum dominiert das Schaffen Michael Pachers und Hans Klockers, wovon qualitätvolle Werke zeugen. Erst gegen 1530 öffnet sich die lokale Kunst der über Augsburg und Nürnberg gebrachten Renaissance. Der Rundgang führt auch durch die barocke Hofkirche, die von Cristoforo Benedetti, J.G.D. Graßmair und Kaspar Waldmann ausgestattet wurde. Von großer Bedeutung ist schließlich auch die Sammlung der Tiroler Barockmaler, aus dem das Werk von Paul Troger hervorsticht. Die Krippensammlung beherbergt einmalige Großdarstellungen von Franz Xaver Nißl und Alois Porbst von 1790 sowie künstlerisch wertvolle Krippen vom 18. Jh. bis Mitte des 20. Jhs.

  • ORTSCHAFT Bressanone/Brixen
  • TELEFONNUMMER 0472 830505
  • ÖFFNUNGSZEITEN: 15. März - 31. Oktober: Di-So 10-17, 1. Dezember - 31. Januar täglich 14-17 (Krippensammlung) außer 24., 25. Dezember
  • FÜHRUNGEN: von Juli bis September jeden Mittwoch um 20.30 Uhr 'Ein Sommerabend im Museum'. Sonderführung im Mai. Museumspädagogische Führungen für Schüler nur bei Voranmeldung (April/Mai, September/Oktober).

Wir danken das APT Südtirol für ihre Mitarbeit.
Weitere Auskünfte: info@hallo.com