Sospirolo

Sospirolo ist eine Gemeinde im Bellunese mit ca. 3000 Einwohner in der Nähe des wunderbaren Valle del Mis Tales, an den Hängen des Monte Sperone, von dem anscheinend sein alter lateinischer Name stammt ("Sub Speronem" und zwar am Fuße des Sporns). Das Dorf ist bekannt wegen der nahen Kartause von Vedana und weil es der Geburtsort von Girolamo Segato ist, ein berühmter Forscher, Wissenschaftler und Kartenzeichner aus den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Im Gemeindegebiet befinden sich zahlreiche Villen, die zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert erbaut wurden.

Das Valle del Mis Tal oberhalb von Sospirolo ist einer der Hauptzugänge zum Naturpark der Belluneser Dolomiten und wird auf der einen Seite vom gleichnamigen Fluss und vom künstlichen Stausee, auf der anderen von den Monti del Sole begrenzt, die es vom Agordiner Gebiet trennen. Es bietet zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten für Naturliebhaber, darunter ist besonders der Weg zu den Cadini del Brentòn nennenswert, ein Naturschauspiel mit wunderbaren Farben: Es handelt sich um 15 Aushöhlungen, die von einem Nebenfluss des Mis entlang des Flussverlaufes ausgegraben wurden, mit vielen Wasserfällen entlang des Wegverlaufs.

In der Nähe der Fraktion S. Gottardo nordöstlich der Ortskerns befindet sich die Kartause von Vedana. Dieses alte Kloster beherbergte früher vor allem Wanderer auf ihrem langen Weg von Tirol in die Gegend des Bellunese. Nachdem es unter der Herrschaft verschiedener Familien stand, wurde es für einige Zeit von der Familie Segato bewohnt, wo im Jahre 1792 Girolamo Segato das Licht der Welt erblickte, ein außerordentlicher Wissenschaftler und Intellektueller. In den darauf folgenden Jahren galt das Gebäude vor allem als spirituelles Zentrum und als Organisationsmodell dank der Leitung der Kartäuser Mönche. Ab 1977 wohnen im kleinen und großen Kloster die Nonnen von Pinerolo (Turin), die den religiösen Orden der früheren Besitzer beibehalten haben.

Einen Besuch wert sind sicherlich die Villen, die an mehreren Stellen der Gemeinde zu finden sind. In Belvedere im Viertel Gron liegen Villa Agosti mit dem üppigen Garten, die im 17. Jahrhundert errichtet wurde, und Villa Buzzatti Ferrante aus dem 18. Jahrhundert. In Oregne erhebt sich Villa Al Castel, mit Kellerräumen mit originalem Gewölbe. Villa Agosti Miari liegt eingebettet in eine besondere Vegetation in der Ortschaft Susin. Im Dorf Moldoi kann man Villa Sandi Zasso besichtigen, die ihren Namen der lombardischen Familie Sandi verdankt, die hier im 18. Jahrhundert gewohnt hat, und dem agordinischen Geschlecht der Zasso, das die Villa seit 1830 bewohnt.

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