Trostburg / Castel Forte

Die Trostburg ist eine der bekanntesten Burgen und ragt beherrschend auf einem Felssporn ober dem Dorf Waidbruck. Es wird angenommen, dass das Schloss 1173 erstmals urkundlich aufscheint. Zwischen 1385 und 1967 war die Trostburg im Besitz der Grafen von Wolkenstein-Trostburg. Im 14. Jh. wurde der Anbau des Viereckturmes und des sogenannten Römerturmes (15. Jh.) veranlasst. Im 17. Jh. wurde sie zu einer widerstandsfähigen Festung umgebaut mit ausgedehnten Vorwerken, Batterietürmen, Rondellen und Sperrmauer. Seit 1967 ist sie Sitz des Südtiroler Burgeninstituts.

Das heutige Erscheinungsbild des Residenzschlosses mit Festungscharakter ist geprägt von Umbauten der Renaissance. Die idyllische und unverfälschte Burg symbolisiert die Spannung zwischen wehrtechnischem Schutz und repräsentativer Wohnlichkeit.

Auf der Trostburg wuchs der mittelalterliche Minnesänger Oswald von Wolkenstein auf. Er war der letzte ritterliche und zugleich der erste moderne Dichter. Eine Ausstellung zeigt seine Lebensstationen.

Als bedeutende Sehenswürdigkeiten darf der prunkvolle Rittersaal mit seiner reichen, wappengezierten Kassettendecke genannt werden. Von besonderer Schönheit ist eine dreifach gewölbte gotische Stube, sehenswert sind auch die Kapelle und die verschiedenen Repräsentationsräume. Eine burgenkundliche Rarität stellen die Sturmpfähle und das Fallgitter an den Wehranlagen dar, doch auch die größte Torggl (Weinpresse) Südtirols ist einen Besuch wert.

Die einzigartige Ausstellung mit rund 80 Modellen Südtiroler Burgen aus der Hand Ludwig Mitterdorfers (1885-1963) sind während der Burgführung zu besichtigen.

Öffungszeiten

Gründonnerstag bis Ende Juni: 11.00, 14.00 und 15.00 Uhr
Juli und August: 10.00, 11.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr
September bis Ende Oktober: 11.00, 14.00 und 15.00 Uhr

Wie kommt man zur Trostburg?

Die Trostburg liegt zwischen Bozen (23 km) und Klausen (6 km) an der Brenneroute durch das untere Eisacktal. Bei der Autofahrt nach Waidbruck muss der Kreisverkehr in Richtung Dorfzentrum verlassen werden. In Waidbruck gibt es einen Bahnhof, Bushaltestellen und auch genügend Parkmöglichkeit nahe der Pfarrkirche. Die Trostburg ist nur zu Fuß erreichbar (Fahrverbot).

Für weitere Informationen
Trostburg
via Burgfrieden, 22
Waidbruck
Tel. +39 0471 654401

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