Burg Caldes

Am Osteingang von Caldes erhebt sich die Burg, die eher eine behagliche Residenz der örtlichen Dynastien als der befestigte Sitz eines Militärstandorts scheint. Das große, fünfstöckige, von der Familie Cagnò im 13. Jh errichtete Turmhaus (bereits Lehensherrn der gleichnamigen Burg im Nontal), wurde ab Mitte des 15. Jh. auf Wunsch der Thun mit weiteren Gebäuden flankiert.

Im 19. Jh. wurde sie an eine einheimische Familie verkauft, und seit 1981 dient sie der Autonomen Provinz Trient als Stätte für zeitgenössische Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen.

Einzigartig sind die inneren Auffahrtsrampen, die nicht nur auf die einstige Repräsentationsfunktion, sondern auch auf die landwirtschaftliche Bedeutung verweisen, und die Gewölbe mit verschiedenen Formen und statischen Funktionen - Tonnen-, Kreuz- und Lünettengewölbe -, die eine solide Struktur des Gebäudes gewährleisten. Der Wartturm aus dem 17. Jh. besteht aus einer Wendeltreppe mit niedrigen Stufen und ausladenden Windungen. Eine Mauer, die zum Teil in die Landhäuser des 19. Jh. miteinbezogen wurde und früher zur Verteidigung diente, umgibt die Burg.

Mit Fresken bemalte Räume, Holzdecken und -verkleidungen, Graffiti, Heraldik, Überreste von "Erkern" (ein vorstehender und überdachter Balkon, typisch für die deutsche Kultur) erzählen die Geschichte von Castel Caldes und der Gefangenschaft von Olinda, der unglücklichen Gräfin Marianne Elisabeth Thun, die hier eingeschlossen war.

Neben der Burg befindet sich die der Jungfrau Maria gewidmete Kapelle: sie bestand schon 1585 und wurde gegen 1629 von dem Maler Elia Naurizio mit neuen Wandmalereien ausgeschmückt.  

  • ORTSCHAFT Caldes
  • EIGENTÜMER Autonomen Provinz Trient
  • ÖFFNUNGSZEITEN 01/06/03 - 31/08/03
  • TELEFONNUMMER Tel.: 0463/901280