Marienwallfahrtsstätte von Montagnaga

Die Marienwallfahrtsstätte von Montagnaga ist eine der bekanntesten und meistbesuchten in Oberitalien. Unter der Dorfbevölkerung war die Verehrung der Madonna di Caravaggio verbreitet. Deshalb erwarb ein gewisser Giacomo Moser ein Gemälde der Madonna di Caravaggio, das auf dem Altar der Kirche S. Anna seinen Platz fand.
In einem Ortsteil des Dorfes lebte eine junge Frau, Domenica Targa, die zu gerne zur Wallfahrtsstätte Treviglio in der Provinz Bergamo pilgern wollte, aber nicht die Möglichkeit hatte. Der Volksmund erzählt, dass die Madonna ihr zwischen 1729 und 1730 fünf Mal erschien ist.
Das Dorf erlangte rapide den Ruf einer Wunderstätte. Die Pfarrkirche S. Anna wurde neu errichtet und später beträchtlich erweitert. In ihrem Inneren bewahrt sie außer kostbaren Gemälden - unter ihnen auch das "wunderwirkende" Bild der Madonna di Caravaggio - auch eine reiche Sammlung an Votivbildern auf. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie mit der Stätte "alla Comparsa" verbunden, der ersten Erscheinungsstätte der Madonna, wo eine Bronzeskulptur steht.