Kunst in Cortina d'Ampezzo

In Cortina befinden sich mehrere interessante Sehenswürdigkeiten. Beginnen wir mit der Kirche Parrocchiale SS. Filippo e Giacomo und von seinem Kirchturm. Die Kirche wurde ende XVIII Jahrhundert errichtet und bewahrt heute einige wertvolle Schätzte auf wie das Tabernakel vom 1703, welches von Andrea Brustolon gemeißelt und von Francesco A. Zeiler (1716-1793) mit Fresken bemalt wurde. Hingegen ist der Kirchturm zwischen 1851 und 1858 fertiggestellt worden, gemäss den Plänen von Silvestro Franceschi. Der Kirchturm ist vom ganzem Ampezzano Tal her ersichtlich. Der 71 Meter hohe Turm wurde mit Steinblöcke aus "dolomia" (Dolomitengestein) erbaut. Auf der Spitze des Turms befindet sich eine Einmeter grosse Kugel, die mit Blattgold überzogen ist. Es ist eigenartig, dass das Glockenspiel die Melodie von Big Ben aus London ertönen lässt. In der Kirche von San Francesco, im Besitz der Familie Costantini-Tor, wurde Fresken vom XIII Jahrhundert entdeckt. Sie stellen eingerahmte Heilige in Nischen mit Säulen und Kapitells dar. Hingegen ist die Kirche der Madonna della Difesa im 14.00 Jahrhundert gegründet worden und 1743 wieder aufgebaut. Mann kann interessante Skulpturen aus dem Zeitalter des Rokoko bewundern und weitere Fresken von Francesco A. Zeiler.  

Die "Ciasa de ra Regoles" in Corso Italia war der Verwaltungssitz der Regelung von Cortina d'Ampezzo, eine ursprüngliche lombardische Einrichtung, die noch heute im Ampezzo Tal eingehalten wird. Es handelt sich um eine Familiengesellschaft, ca. 800 Nachkömmlinge aus Ampezzo, deren Hauptzweck die Regelung der allgemeinen Benützung von Wälder und Weiden ist.
In diesem historischen Gebäude sind nun drei renommierte Museen der Regole untergebracht. Im paläontologischem Museum "Rinaldo Zardini", werden Fossilien, die der Forscher Rinaldo Zardini aus Ampezzo in den Dolomiten gesammelt hat, gezeigt. Das Völkerkundliche Museum von Ampezzo, stellt eine historische Sammlung über die bäuerliche und ländliche Kultur aus. Zu sehen sind Messing und Schmiedeisenverarbeitungen, Gegenstände aus Silberfiligran sowie Möbel und Geräte aus Holz ausgeschmückt mit Perlmutt und mit metallischen Fäden. Anhand dieses Kunsthandwerks wurden Kunstschulen eröffnet. Das Museum für Moderne Kunst "Mario Rimoldi" besitzt eine der wichtigsten Privatsammlungen in Italien. Ab dem Jahr 1923 sammelte Rimoldi einige Gemälde und Skulpturen über bildende Kunst von italienischen Meistern des 19.00 Jh. von De Pisis bis Sironi.
Nördlich von Corso Italia sieht man die "Ciasa de i Pupe". Die Fassaden des Gebäudes sind mit Fresken von den Brüdern Ghedina bemalt (XIX Jahrhundert). Abgebildet sind malerische und musikalische Eingebungen.
In Cortina ist die Kunst nicht nur eine Erbschaft, sondern Sie lebt im Istituto Statale D'Arte weiter. Dieses hervorragende Institut entstand 1846, damals gehörte Ampezzo noch dem habsburgischen Imperium. Diese Schule bildet ausgezeichnete Kunsthandwerker aus, die auf die Verarbeitung von Holz, Einlegearbeiten sowie Schmiede und Webkunst spezialisiert sind.