Ospitale di Cadore

Ospitale di Cadore befindet sich im Centro Cadore im Bellunese. Es liegt am rechten Flussufer des Flusses Piave und ist ein Durchzugsort, um die namhaften Urlaubsorte des Cadore zu erreichen. Trotzdem ist Ospitale einen Besuch wert: Auf dem Gebiet findet man zahlreiche Zeugen der Vergangenheit, wie das Hospiz, die archäologische Stätte Paluc, die kleine Festung von Termine, die alte Römerstraße. Für Naturerlebnisse gibt es rund um Ospitale einige einfache Wanderungen für die ganze Familie, oder das Naturschutzgebiet Val Tovanella.

Ospitale verdankt seinen Namen dem alten Hospiz aus dem 14. Jahrhundert, das einst Pilger und Wanderleute beherbergte und auf dessen Fassade noch ein gotisches zweibogiges Fenster sichtbar ist. Ganz wichtig ist die archäologische Stätte von Paluc in der Nähe der Fraktion Davestra: Ein Hüttenwerk aus dem Jahre 1000 n. Chr., wo große Mengen an Schlacken der Eisenverarbeitung, Spuren von Steinbehausungen, alten Öfen und Werkstätten gefunden wurden. Die Fundstück lassen darauf schließen, dass Paluc der wichtigste Eisenproduzent des gesamten Cadore war. Die Funde werden in der Grundschule von Ospitale di Cadore ausbewahrt.

Schon immer lag Ospitale an einem wichtigen Handels- und Durchzugsort zwischen Nord und Süd, wie die alte Römerstraße bezeugt, mit unvergänglichen Spuren der Wagen, die entlang des Piave vorbeifuhren. In der Fraktion Termine hingegen kann man die Überreste einer kleinen Festung besichtigen, die heute in den Gebäuden eingegliedert ist, die ab dem 15. Jahrhundert um die Festungsanlage errichtet wurden. Man erkennt sie an den dekorierten Steinelementen an den Fassaden. Weiters sind die Pfarrkirche von 1290, der schöne Brunnen, der steinerne Waschtrog mit Holzbedeckung auf dem Dorfplatz und die Kirche Maria Maddalena in Termine aus dem Jahre 1500 sehenswert.

Wer einfache Spaziergänge liebt, der kann in Ospitale di Cadore auf einigen Familienwegen wandern, wie der Rundweg mit Start und Ziel in Ospitale, vorbei an Rivalgo, oder jener mit Start und Ziel in Davestra, vorbei an Le Vare. Der erstere ist ein etwa zwei Stunden langer Weg entlang der alten Straße am Kanal des Piave, der andere, auch bekannt als "Via dei Pagani", führt in etwa zweieinhalb Stunden zur archäologischen Stätte von Paluc.

Die Umgebung von Ospitale di Cadore liegt im Naturschutzgebiet Val Tovanella, das von der Gruppe Bosconero und vom Sasso di Toanella begrenzt wird. Bis zu eines bestimmten Lage ist es von einer dichten Vegetation gekennzeichnet, in der zahlreiche Tierarten wohnen, weit oben wird sie von Schluchten, Türmen und Felshängen verdrängt. Zur Zeit der Republik Venedig war die Gegend sehr bekannt, und noch heute sieht man entlang der Flüsse einige Staudämme, die an die Flößung erinnern. Jahrhunderte lang war Ospitale nämlich ein großer Holzlieferant für die "Serenissima", das Holz wurde auf dem Fluss Piave bis nach Venedig abtransportiert. Auf dem Flussufer entstanden mehrere Sägewerke, die mit der Zeit aufgelassen wurde. Heute stehen in Ospitale eine Metallindustrie und ein Biomasse-Kraftwerk, das mit Holzüberresten elektrischen Strom produziert.

Nicht weit von Ospitale entfernt, mitten im Wald und umgeben von der Natur, gibt es eine Anlage mit Bäder und Duschen, die ideal für Pfadfinderlager ist. 

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