Lentiai

Lentiai befindet sich am linken Flussufer des Flusses Piave, dort wo sich der Busche See bildet, im Süden der Provinz Belluno. Umgeben von den grünen Wiesen der Voralpen, handelt es sich um ein altes römisches Gebiet. Auf dem Gemeindegebiet liegen interessante Villen und historische Bauten verstreut. Naturliebhaber sollten die Narzissenblüte in Pian de Coltura nicht verpassen. Es gibt überall zahlreiche Wanderwege, Mountainbike- und Nordic Walking Strecken im Stride Walk Fit Park.

Lentiai und seine zahlreichen Fraktionen Cesana, Villapiana, Canai, Ronchena, Marziai, Boschi, Stabie und Colderù, einige davon befinden sich in einer Panoramalage, haben eine lange Geschichte. Der Name findet seinen Ursprung in der Leinenverarbeitung. Auf dem Gebiet erstreckt sich die Grafschaft von Cesana (der Name kommt von Gens Caesia) und es gab einst ein altes Schloss, von dem es aber keine Überreste mehr gibt, auch wenn es viele Zeugnisse des Schlosses wie das Gemeindehaus oder die Grabsteine der Grafen gibt. Im Mittelalter war es Schauplatz mehrerer Kämpfe, um die Macht des Gebietes zu ergreifen, das unter der Herrschaft der Ezzelini war.

Das Zentrum von Lentiai ist gekennzeichnet von der wunderschönen Erzkirche Maria Himmelfahrt, die zum Staatsmonument erkoren wurde, da in ihrem Inneren mehrere Kunstschätze aufbewahrt werden: die wunderschöne Kassettendecken des Cesare Vecellio, das Altarbild und die Gemälde der Maler Paolo Veronese, Palma il Giovane, Tiziano Vecellio, Francesco Fragimelica und Luigi Cima. In den anderen Fraktion sind die Einsiedelei von San Donato mit dem Zinnen gekrönten Turm, die Kirche San Giacomo in Colderù und die Kirche San Bartolomeo in Villapiana sehenswert. Bevor die Dorfrunde endet, sollte man auch die verschiedenen Villen aus dem 16. und 17. Jahrhundert besichtigen - Villa Zatta, Villa de Mozzi-Mione und Villa Cristini mit ihren typischen Höfen, Rundbögen und Laubengänge. Im Volkskundemuseum erzählen über 1000 Ausstellungsstücke von der Vergangenheit von Lentiai. Das Dorf ist voller Kunst und Geschichte und ist die Wiege des zeitgenössischen Landschaftsmalers Toni Piccolotto.

Außerdem gibt es auch Geschäfte, einen Spielplatz, einen Fußball- und einen Tennisplatz. 

Das Dorf ist sehr aktiv und veranstaltet im Laufe des Jahres mehrere Events, wie den Galaabend im Januar, das Dorffest im Juli und das Maisfest im September.

Etwas oberhalb von Lentiai befindet sich Pian de Coltura, eine schöne Panorama-Hochebene, auf der im Frühling ein wunderschönes Schauspiel stattfindet: die Narzissenblüte (es ist absolut verboten, die Blumen zu pflücken!). Dank seiner Lage und seiner Ausdehnung von der Talsohle bis auf 1330 m des Monte Garda, gibt es um Lentiai eine Reihe von Wanderwegen verschiedener Schwierigkeitsgrade: von einfachen Wanderungen im Tal, entlang des Flusses Piave oder um den Busche See, ein beliebtes Sommerziel, bis hin zu den Nordic Walking Strecken im Stride Walk Park Fit, mit ausgeschilderten Wege zwischen Mel und Lentiai, und den anspruchsvolleren Wanderungen am Monte Artent und Monte Garda. Letzterer ist sehr beliebt aufgrund der gleichnamigen Alm, in der man Milchprodukte verkosten und kaufen kann, und des atemberaubenden Ausblicks auf das gesamte Val Belluna. Ganz in der Nähe befindet sich das Kapitell Garda, um 1500 errichtet und erst kürzlich erneuert, das die Berggrenze zwischen Lentiai und dem Valdobbiadene markiert, heute ein Wallfahrtsort. 

Weitere interessante Strecken sind der Weg der 12 Kapitelle von Lentiai nach Colderù und der Naturpfad zwischen San Gervasio und Colderù. Mit dem Mountainbike kann man den Almenrundweg oder die Tälerrunde zwischen den Narzissen befahren. Es gibt auch einige Reitwege und einen Parcours für das Canyoning auf dem Fluss Rimonta. 

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