Legenden über den Hl. Romedius

Es haben sich über Romedius viele Legenden gebildet. Hier sind zwei der bekanntesten kurz angedeutet, beide spielen sich in der letzten Zeit seines Lebens ab. Die bekannteste Legende erzählt wie Romedius einen wilden Bären zähmt.

Da Romedius seinen Freund Vigilius, Bischof von Trient, noch einmal zu sehen wünschte, schickte er seinen jungen Gefährten Davide das Pferd zu satteln. Dieser kam aber entsetzt zurück, weil ein hungriger Bär gerade dabei war das Pferd zu zerreissen. Remedius ordnete Davide dem Bären das Zaumzeug anzulegen. Davide vertraute ihm und sattelte, zu seinem grossen Erstaunen, mühelos den wilden Bär. So reitete Romedius nach Trient, wo er festlich vom Bischof empfangen wurde.
Der Senator Graf G.G. Gallarati Scotti, Ehrenmitglied des Gründungskomitees des World Wildlife Fund (WWF), kaufte 1958 einen Bären Namens Charlie, dass man töten wollte, um seinen Fell zu verkaufen. Er liess für Charlie einen Platz am Wallfahrtsort unter dem Schutz des hl. Romedius errichten. Die autonome Provinz von Trient kommt für die Braunbären, die in den Alpen im Adamello-Brenta Park vorkommen, auf. Sie sorgen mit der Zusammenarbeit des Wallfahrtsortes für die in Gefangenschaft lebenden Bären in Trient. Sollte sich eines Tages die Notwendigkeit ergeben, werden diese Bären sicher wertvoll sein, um das Aussterben der noch wenigen im Wald lebenden Exemplaren zu verhindern.

Die zweite Legende berichtet über das letzte Zusammentreffen zwischen Romedius und Bischof Vigilius. Romedius teilte seinem Freund mit, dass er Sterben würde, wenn das Glöcklein seiner Kirche läutete. So geschah es. Virgilius wusste nun, dass Romedius aus dieser Welt zum Himmel zog. Die ganze Stadt versammelte sich zum Gebet.