Die Legenden von Weissenstein

DIE URSPRUNGSKAPELLE

Laut Tradition erschien die Madonna 1547 dem Bauer Leonardo We issensteiner. Er bat die Madonna ihn von seiner Krankheit zu heilen. Als Gegenleistung sollte er ihr aber eine Kapelle bauen. In dieser Kapelle sollte er eine Glocke hängen, die man jeden Abend läuten liesse.
Diejenigen Menschen, die sie dann hörten, würden sich zum gemeinsamen Gebet versammeln. Leonardo war glücklich und nahm das Angebot an. Aber nach kurzer Zeit, vergass er das Versprechen, und kehrte zu seinem Alltag zurück. Einige Jahre später wurde er wieder Krank. Die Schmerzen nahmen immer mehr zu und in seiner Einsamkeit erschien ihm wieder die Madonna, die ihn für das nicht gehaltene Versprechen mahnte. Leonardo versprach die Kapelle zu bauen, und so geschah es. Er baute eine Kapelle und lies jeden Abend die Glocke läuten, damit alle Leute, in der näheren Umgebung, sich zum Gebet versammeln konnten.

GNADENBILD DER SCHMERZHAFTEN MUTTERGOTTES

Vom Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes bestehen zwei Legenden. Da die Statue seit ihrer Herkunft im Wallfahrtsort Weissenstein gegenwärtig ist, wird ihre Heiligkeit bestärkt.
Die erste Legende berichtet, dass der Bauer Leonardo die Statue bei der Grundaushebung der Ursprungskapelle gefunden habe. Hingegen berichtet die zweite Legende, dass der Bauer die Statue auf einer Pflanze gefunden habe. Diese zweite Version ist glaubhafter. Es war üblich, dass man heilige Statuen auf Pflanzen stellte, um beschützt zu werden.