Lightcatcher: Erlebnis von Licht und Silber in den Dolomiten

Der Ausgangspunkt des Jägers des Lichts der Dolomiten

Sie heißt Ambrotypie (aus dem griechischen ambrotos = verewigen) und ist eine alte Technik aus dem Jahr 1850, die es ermöglicht, ultraviolettes Licht einzufangen, das normalerweise für das menschliche Auge unsichtbar ist. Genau auf dieser Ambrotypie basiert Lightcatcher, das ehrgeizige und ungewöhnliche Fotoprojekt von Kurt Moser, einem Kameramann, der auf mehr als 30 Jahre Erfahrungen auf internationalem Niveau zurückschauen kann.

Das Ziel? Die Schönheit des UNESCO-Weltkulturerbes in einzigartigen Bildern zu verewigen, die die Wichtigkeit und Erhabenheit der Berge widerspiegeln.

Kurt Moser hat sich dazu entschieden, einen alten russischen Militär-LKW, einen Ural aus dem Jahr 1970, in eine Kamera umzubauen. Kein einfaches Bild, sondern eine Fotografie die in den Objekten, Panoramen und den Personen, die Zeit, die Details und das Leben zum Vorschein bringt.

Warum diese Unternehmung, wenn doch Digitalkameras existieren?

Weil das Projekt zu den Ursprüngen der Fotografie zurückkehren möchte, als das Bild noch einzigartig und nicht reproduzierbar war. Lightcatcher nutzt die Ambrotypie, da diese es ermöglicht, sehr außergewöhnliche, zeitlose, originelle, einzigartige und quasi dreidimensionale Bilder zu erschaffen. Moser arbeitet mit einer echten Balgenkamera aus dem Jahr 1907, die „fast 2 Meter klein“ ist.

Barbara Holzknecht, die Projektmanagerin von Lightcatcher, hat vor einigen Monaten eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter ins Leben gerufen, die am 9. November letzten Jahres ausgelaufen ist. Sie ist weiterhin auf der Suche nach Sponsoren, die die Finanzierung der Kosten für den Umbau des LKWs in eine riesige Kamera und Dunkelkammer ermöglichen.

Die Phasen des Projekts Lightcatcher

Der Ural-LKW wird 2017 umgebaut werden: äußerlich wird er seinen Originalzustand beibehalten, doch sein Innenleben wird sich komplett verändern, da der hintere Teil geöffnet wird, um ein 1.780 mm Nikon-Objektiv einzubauen. Das Innere des LKWs wird zu einer Dunkelkammer umfunktioniert werden, damit die Fotografie sofort entwickelt werden kann, da bei der Ambrotypie die belichtete Platte innerhalb von fünf Minuten nach der Aufnahme entwickelt werden muss.

Das Erlebnis von Licht und Silber von Moser hat bereits begonnen: die so aufgenommenen Fotos werden laut Barbara (Projektmanagerin) nach abgeschlossener Arbeit auf internationalem Niveau ausgestellt werden, angefangen im Museum für Fotografie - Helmut Newton Stiftung / Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek in Berlin, danach in Mumbai und anderen Museen auf Weltniveau.

„Es geht mir darum“, sagt Kurt Moser, „ein Seherlebnis zu schaffen, die Qualität des Visuellen und die Ästhetik in einer noch nie da gewesenen Form festzuhalten, Geschichten ihrer Flüchtigkeit zu entreißen, die Zeit einzufangen, die Bilder in Kunstwerke zu verwandeln und sie real erscheinen zu lassen, ewig und unsterblich.“

Hotel: Südtirol und umgebung