Mais und Polenta

Eine Entdeckung...von Kolumbus

Trotz der vielen Diskussionen, bleibt, zwischen den vielen Eroberer Amerikas, Kolumbus derjenige der es am besten schaffte dieses Land und seine Leistungsfähigkeit zu verwerten sowie seine Produkte weltweit bekannt zu machen. Dank ihm fing der echte Handelsaustausch erst richtig an. Viele essbare Pflanzen die heutzutage unsere tägliche Nahrung prägen stammen aus dieser Zeit, insbesondere aus dem 16. Jahrhundert, und wurden als exotische Gartenpflanzen hergebracht, siehe zum Beispiel die Bohne oder die Kartoffel.

Zwischen all den typischen Produkten, entpuppte sich die Saat des Mahyz, wie sie in der Region zwischen Mexico und Peru genannt wurde, als einer der besten Samen die man trocknen und dann zerstoßen konnte. Diese wurde dann später zum Symbol des nördlichen Teil Italiens, der sogenannten Polentonia, das Land der Polenta. In Wirklichkeit rühmen sich die zahlreichen Arten die Polenta vorzubereiten eines sehr antiken Ursprungs, generell ist aber die Zubereitung dieser Spezialität immer gleich: man lässt Mehl-gemahlene Zerealien im Wasser aufkochen.

Vom Lateinischen Pulvis, was so viel heißt wie Pulver, stammt der römische Name Pulta, was mit der Zeit als Polenta bezeichnet wurde. Seit jeher ist jede Art von Polenta eine primäre Lebensunterhaltsform und Bestandteil unserer Küche, auch nach all diesen Jahrhunderten.

Sehr bekannt waren schon immer Polentas die aus aromatisierten Gries gemacht wurden, mit Fenchel, Koriander, Honig oder auch mit Wein. Seit ewig hat man Hirse, Gerste, Emmer, Weizen oder auch mal dunkles Getreide benutzt. Das letztere erschuf die dunkle Polenta die so schön von Manzoni als schwarzer Mond bezeichnet wurde, und die heute noch im Valtellina Tal als typische Mahlzeit vorgeführt wird. Das neue Getreide, aus Amerika, hat aber schnell all diese Samen ersetzt, mehr denn je im Veneto, echte Wahlheimat dieser gelben Saat. Die Widerstandsfähigkeit dieser Pflanze ermöglichte es sie auch in höheren Gebieten anzubauen, was einfach eine ideale Lösung war für die Gegend des Bellunese, wo der Adlige Odorico Piloni den Mais anpflanzte.

Die Begeisterung für diese neue Samen, perfektes Bestandteil einer integrierten Diät, erregten keinerlei Verdächte als es zu einer folgenschweren Epidemie kam die sich zwischen den Ärmeren Leuten anfing auszubreiten. Dies geschah weil diese Leute zu wenig Vitamin D einnahmen, da keiner wissen konnte das die Indios aus Amerika ihre Tortillas aus Mais als Vorsichtsmaßnahme in kalkreichen Wasser aufkochen ließen.

Die Hingabe der Landwirte des Venetogebietes an diesem Getreide wurde im letzten Jahrtausend richtig sprichwörtlich da sie es als primäre und notwendige Ressource identifizierten. Polenta war für sie gleich Leben, die Hauptnahrung für die ganze Familie. Dieses Produkt inspirierte nebenbei auch zahlreiche Schriftsteller und Poeten, mit Bildern und Gefühlen von Freundschaft, Solidarität und Familie.

ZUBEREITUNG DER POLENTA

Zuerst wärmt man das Wasser, und sobald es anfängt zu kochen kann man es salzen. Danach schüttet man ganz langsam das Maismehl hinein, währenddessen muss man aber weiterhin umrühren da sich ansonsten Klumpen ansammeln. Mit dem umrühren fortfahren bis einem die Polenta dickflüssig genug erscheint. Die Masse muss mindestens 40 Minuten lang kochen.

Vorausgesetzt die Qualität des Kochkessels ist optimal, wird die Polenta sich vom Metall lösen.

Neben der klassischen und traditionellen Polenta die man im Alpen Bereich verkosten kann, gibt es zahlreiche andere Rezepte womit man dieses Gericht zubereitet. Mit einigen bereitet man zum Beispiel weichere Polentas zu, öfters mit dem Zusatz anderer Zutaten, wie Milch, Butter, Bohnen, Käse, Wein oder Honig.

An sich gibt es keine bestimmte Dosis von Maismehl an der man sich halten muss, es hängt davon ab wie fest man die Polenta haben will und natürlich auch von der Qualität des Mehls. Meistens benutzt man ungefähr1/3 der Wassermenge.

Text adaptiert von GianLuigi Secco