Cencenighe Agordino

Cencenighe Agordino liegt mitten im Talkessel des Agordino am Treffpunkt des Valle del Biois Tales, wo sich Falcade befindet (10 km entfernt), und des Val Cordevole Tales mit Alleghe (9 km entfernt) und besteht aus mehreren Fraktionen, einige davon liegen an den Flanken der berühmten Berge der Umgebung: die Pale di S. Martino und der Monte Civetta. Das ruhige Dorf im Bellunese wird aufgrund der vielen Wandermöglichkeiten und der Handwerksberufe, die heute noch weitergeführt werden, gerne besucht.

Cencenighe ist vor allem ein Sommerurlaubsziel, dennoch sehr beliebt. Hier erhält man nämlich auf dem Themenweg "El Troi de le Ial", dem Weg der Kohlenmeiler auf dem Monte Pelsa, in die Kultur und Geschichte der Kohleverarbeitung eintauchen. Seit dem 17. Jahrhundert beruhte die einheimische Wirtschaft auf die Kohleerzeugung, sowie auf die Eisenverarbeitung und der Holzwirtschaft. Die nahen Kupferbergwerke im Valle Imperina Val benötigten nämlich große Mengen an Kohle, um in Betrieb zu bleiben. Um Kohle zu erzeugen, errichteten die Bewohner auf großen Lichtungen mitten im Wald (die "Ial" genannt wurden) große, mit Erde bedeckte Holzpyramiden, die später angezündet wurden. Nach etwa zehn Tagen konnte man daraus Kohle gewinnen. Seit 1992 hat eine Gruppe von leidenschaftlichen Bergleuten die Wege wieder hergestellt, die einst die verschiedenen originalen Lichtungen miteinander verbanden, um somit den obgenannten Themenweg zu errichten, der an die alte und anstrengende Arbeit ihrer Vorfahren erinnern soll.

Vor Ort gab es auch viele Künstler, die Steine verarbeiteten: Die gefragten Steinmetze schufen auch Werke, die die Plätze und Straßen der angrenzenden Ortschaften (Brunnen, Treppen, Vasen und wertvolle Statuen) zierten. Von den Handwerkern von Cencenighe stammen auch die Statuen, die den Garten von Villa Crotta in Agordo umgeben. Den Steinhauern ist das Freilichtmuseum im Dorf gewidmet. Leider wurden viele Fraktionen der großen Gemeinde aufgrund der vielen Auswanderungen nach der Schließung der Minen und der somit fehlenden Arbeitsplätze, nicht zuletzt auch wegen einigen Überschwemmungen verlassen oder zerstört. 

Übrig geblieben ist ein Urlaubsziel, das durch die vielen architektonischen Schätze mitten in der grünen Landschaft der Dolomiten viele Besucher anlocken, allen voran die Kirche S. Antonio Abate aus dem Jahre 1250, die zu einem späteren Zeitpunkt restauriert wurde, und die interessanten Landhäuser, die die Liebe zum Holz wiederspiegeln. 

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