Castellavazzo

Castellavazzo befindet sich nördlich von Longarone, wenige Kilometer von der Autobahnausfahrt in Pian di Vedoia im Bellunese. Es liegt hoch oben über den Fluss Piave auf einem Felsvorsprung und beherrscht das Tal. Einst wachte die Ortschaft über die Straße nach Tirol und lebte von Steinmetzarbeit und Flößerei, von denen noch heute zahlreiche Zeugnisse in zwei Museen aufbewahrt werden. Von hier aus erreicht man auch das Val Zoldana Tal und Cortina.

Die Ortschaft Castellavazzo, mit den Fraktionen Codissago, Podenzoi und Olantreghe, war aufgrund der strategischen Lage bereits seit Jahrhunderten besiedelt. Zeugnis dieser günstigen Position sind heute noch die Überreste des Castello della Gardona, die man auf einem alten Römerweg besichtigen kann.

Castellavazzo und seine Fraktionen werden durch Gebäude, Plätze und Brunnen gekennzeichnet, die meist mit kunstvollen Arbeiten der Steinmetze, die weltweit bekannt waren, dekoriert sind. Genau hier entstand nämlich ein uraltes Handwerk, nicht zuletzt aufgrund der vielen Steinbrüche, die es in der Gegend gibt: die Verarbeitung eines grauen oder roten Sedimentgesteins. Diese alte Handwerkskunst ist nun vom Aussterben bedroht: Der letzte Steinbruch, der heute noch in Betrieb ist, ist jener von Marsor. Zum Glück gibt es noch viele Zeugnisse dieser Blütezeit, die im Steinmetz-Museum aufbewahrt werden.

Ein weiteres wichtiges Museum ist jenes der Floßmeister in Codissago, das Jahrhunderte lang eine wichtige Floßlände war: Von hier nämlich wurden die Flöße aus verbundenen Baumstämmen zur Werft in Venedig geschifft wurden. Hier werden tausende von Gegenständen und Dokumenten und ein wunderschönes Exemplar einer Wassersäge aufbewahrt.

Aus naturkundlicher Hinsicht gibt es mehrere Möglichkeiten: von einfachen Wanderungen entlang historischer Wege zwischen den Casere und alten Brennereien. Für etwas längere Ausflüge erreicht man in etwa 30 Autominuten das Val Zoldana Tal, Cortina und die imposanten Dolomiten.

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